Rietberg Prinzenpaar: Traum geht in Erfüllung

Rietberg (ssn) - Für sie ist es ein Kindheitstraum, für ihn eine Premiere mit Suchtpotenzial: Karin I. Lummer und Michael IV. Sellemerten repräsentieren seit zwei Wochen die Grafschaftler Karnevalsgesellschaft als Prinzenpaar. Rund 70 Termine haben die beiden bis Aschermittwoch zu bewältigen.

Eine Herausforderung, die beide mit Herzblut anpacken. „Klar ist das viel, aber es macht einfach Spaß“, sagt Karin Lummer im Gespräch mit der „Glocke“ und lacht. Als Elferratsmitglied Helmut Stockmeyer der 34-Jährigen an Karneval 2019 die entscheidende Frage stellte, zögerte sie keine Sekunde. Schließlich hatte sie einige Jahre zuvor schon einmal vor der Entscheidung gestanden – und schweren Herzens aus privaten Gründen absagen müssen. Mit umso mehr Enthusiasmus startet die aufgeschlossene Rietbergerin daher nun in das Karnevalsjahr ihres Lebens.

„Es war klar, dass ich seine Schützenkönigin werde“

Ehemann Thomas, ein Grünrock aus Leidenschaft, freut sich für seine Karin. Mit ihr den Narrenthron besteigen, wollte er jedoch nicht. „Schon als wir vor mehr als 15 Jahren zusammengekommen sind, war klar, dass ich einmal seine Schützenkönigin werden würde, aber er nicht mein Karnevalsprinz“, verrät die Einzelhandelskauffrau mit einem Schmunzeln. Ersteres bewahrheitete sich schließlich 2016, als Thomas Lummer den Westenholzer Vogel abschoss.

Für Zweiteres hatte die 34-Jährige zum Glück ihren guten Freund Michael Sellemerten in der Hinterhand, der ihr zudem schon einmal im lockeren Plausch zugesichert hatte, im Fall der Fälle den Job als „Oberjeck“ übernehmen zu wollen. „Und ohne ihn hätte ich es auch nicht gemacht“, stellt Karin Lummer heraus. „Ihren“ Grafschaftlern hält sie bereits seit 24 Jahren die Treue. Ebenso lange ist sie bei den „Emshüpfern“ aktiv. Bis 2017 hat sie außerdem die „Rieti-Funken“ und die „Turmfalken“ mit trainiert.

Tolle Chance ergriffen

Michael Sellemerten ist zwar – und obgleich wohnhaft in Mastholte – ebenfalls eingetragener Rietberger Jeck, war allerdings bislang nur im Hintergrund aktiv. Deshalb sei sein Puls auch kurz nach oben geschnellt, als aus dem unverbindlichen Prinzengeplänkeln plötzlich Ernst wurde, gesteht der 38-Jährige. „Meine Frau Andrea hat mich aber darin bestätigt, dass wenn man diese tolle Chance bekommt und Lust darauf hat, auch zugreifen muss.“

Seine Zusage hat der Leiter der Rettungswache Herzebrock-Clarholz und Ehrenamtler beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Mastholte seither nicht bereut. Im Gegenteil: „Tatsächlich ist es so, dass ich jetzt schon traurig bin, wenn ich in einem Jahr den Titel wieder abgegeben muss.“

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