Rietberg
Mario Kleinemeier führt Diözesanverband

Rietberg-Westerwiehe (sud) - Sprung auf der grünen Karriereleiter: Mario Kleinemeier aus Westerwiehe ist am Freitagabend zum neuen Chef des Diözesanverbands Paderborn gewählt worden. Damit steht der 44-Jährige jetzt 157 Schützenvereinen mit insgesamt 75.000 Mitgliedern vor.

Sonntag, 09.02.2020, 17:45 Uhr

Kleinemeier dürfte zu den jüngsten Diözesanbundesmeistern im deutschen Schützenwesen gehören. Die vor ihm liegende Herausforderung erfülle ihn gleichermaßen mit Stolz und Ehrfurcht, sagte er im Gespräch mit der „Glocke“. Denn: „Die Fußstapfen, die meine Vorgänger hinterlassen haben, sind groß.“ Der Westerwieher löst Eberhard Banneyer ab, der nicht erneut für das Amt des Diözesanbundesmeisters kandidierte. Mario Kleinemeier wurde bei der Versammlung im Paderborner Stadtteil Schloß Neuhaus einstimmig gewählt.

Signal des Aufbruchs

Weitere Bewerber um den Chefposten des mit Abstand größten deutschen Diözesanverbands gab es nicht. Auch viele weitere Vorstandsposten auf Diözesanebene wurden am Freitag mit jüngeren Schützen besetzt. Kleinemeier sieht darin ein „deutliches Signal des Aufbruchs und der Modernisierung“. Als vorrangigstes Ziel für seine fünfjährige Amtszeit nannte er die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den 157 im Diözesanverband organisierten Schützengemeinschaften. „Ich möchte stets ein offenes Ohr für die Themen und die Probleme an der Basis haben“, sagte er.

„Es geht mir darum, einerseits die Bodenhaftung nicht zu verlieren und andererseits auf übergeordneter Ebene für die Schützen vor Ort etwas zu bewegen.“ Als Beispiel nannte er die aktuelle Diskussion um die Freizeitlärmrichtlinie NRW. Zuletzt sahen sich Schützenvereine vermehrt mit Anwohnerklagen konfrontiert, weil ihre Feste angeblich zu laut seien.

Auf Unterstützung angewiesen

Hier seien die einzelnen Bruderschaften auf die Unterstützung des Diözesanverbands angewiesen, betonte Kleinemeier. Insofern sehe er den Zusammenschluss ein Stückweit auch als Dienstleister für die Vereine.

Der 44-Jährige unterstrich, dass er für einen offenen Meinungsaustausch stehe. Die Führung des Diözesanverbands könne ohnehin nur „auf Augenhöhe und im Team gelingen“. Aufgaben zu delegieren sei für ihn auch aus rein pragmatischen Gründen erforderlich: Denn der Westerwieher steht mitten im Berufsleben. „Ich kann also nicht zu jeder Zeit als Diözesanbundesmeister Gewehr bei Fuß sein.“

„Ich habe mir das gut überlegt“

Die Entscheidung, für das Amt des Diözesanbundesmeisters zu kandidieren, habe er nicht leichtfertig getroffen, betonte Kleinemeier. „Ich habe mir das gut überlegt.“ Klar sei für ihn, dass er die vor ihm liegende Aufgabe mit Elan und Begeisterung anpacken werde – stets mit dem Ziel vor Augen, „spürbare Veränderungen“ einzuleiten. Hohe Positionen im Schützenwesen seien für ihn alles andere als Selbstzweck, sondern Verpflichtung. „Es geht mir dabei um die Sache und nicht darum, bei Veranstaltungen als Ehrengast in der vorderen Reihe zu sitzen. Wenn ich das wollte, wäre ich hier fehl am Platz.“

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