Rietberg Trauer um FWG-Politiker Jürgen Don

Rietberg (lani) - Rietberg trauert um einen ehrgeizigen Macher und engagierten Vordenker: Im Alter von 70 Jahren ist Jürgen Don, langjähriges Ratsmitglied und ehemaliger Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Rietberg, am frühen Samstagmorgen völlig überraschend gestorben.

Der gebürtige Istruper (Kreis Höxter) hinterlässt drei erwachsene Kinder und seine Ehefrau Gabi, geborene Schalk. Jürgen Don hatte sich stets mit großer Leidenschaft und Hingabe in den Dienst der Demokratie gestellt. Seine politische Vita präsentiert sich entsprechend eindrucksvoll: Keine 30 Jahre alt, wurde Don 1979 per Direktmandat in den Rat der Stadt Rietberg gewählt.

Positive Art

In etlichen Ausschüssen – teils in leitender Funktion – trug er 40 Jahre lang dafür Sorge, dass sich Rietberg zu dem entwickeln konnte, was es ist: ein liebenswertes Fleckchen Erde. Dementsprechend stolz füllte er in der Zeit von 1985 bis 1989 das Amt des Bürgermeister-Vizes der Emskommune aus. Seit Beginn der Legislaturperiode 1989 führte er die Freien Wähler als Fraktionsvorsitzender an. Das Wirken Dons im Sinne der Rietberger ging stets über das bloße Mitgestalten hinaus.

Sowohl in politischen Kreisen als auch bei den Bürgern war der nun Verstorbene für seine umsichtige Art bekannt und beliebt. Auch in turbulenten Zeiten galt Don stets als Konstante. Er verstand es wie kaum ein anderer, unterschiedliche Interessen und Meinungen mit Blick für das Ganze zusammenzubringen. Mit seiner Weitsicht und der besonnenen, positiven Art verstand es Jürgen Don auch im wahren Leben, sich Gehör, Respekt und Anerkennung zu verschaffen. Der Hauptschullehrer für Englisch und Sport galt bei Kollegen wie Schülern als äußerst beliebt. Erst im Dezember, wenige Tage vor seinem 70. Geburtstag, hatte Jürgen Don seine politischen Ämter aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt.

Bescheiden bis zum Schluss

In seiner Abschiedsrede gab er sich wie üblich bescheiden. Seine Zeit im Rat habe ihm stets viel Spaß gemacht. Die Zusammenarbeit sei auch über Parteigrenzen hinweg meist gut gelungen, unterstrich Don seinerzeit, der nach dem Ausscheiden aus der Politik im Kreis seiner Familie den Ruhestand genießen wollte. „Wir werden ihn als großartigen Menschen und für das, was er für die Freien Wähler sowie die gesamte Stadt Rietberg in den vergangenen vier Jahrzehnten geleistet hat, allzeit in Erinnerung behalten“, informiert die Rietberger FWG.

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