Rietberg Dorfplatzpläne liegen vorerst auf Eis

Rietberg-Westerwiehe (bv) - Die geplante Umgestaltung des Kirchplatzes in Westerwiehe, die ursprünglich für 2020 angedacht war, ist vorerst vom Tisch. „Die Stadt hat den im September bei der Bezirksregierung Detmold gestellten Förderantrag für diese Maßnahme zurückgezogen“, hat Heinrich Isenbort (CDU) jüngst im Bauausschuss mitgeteilt.

Der Vorsitzende begründete den Rückzug mit einer „massiven Änderung der Erweiterungspläne des St.-Laurentius-Kindergartens“. Die Immobilie werde größer als zunächst geplant und nehme dann deutlich mehr Flächen des Parkplatzes in Anspruch. „Die katholische Kirchengemeinde hat immer gesagt, dass diese Maßnahme Vorrang hat, deshalb müssen wir den Bau jetzt endgültig finalisieren“, erklärte Isenbort. Vor diesem Hintergrund ergebe es keinen Sinn, den Förderantrag für den Dorfplatz weiter laufen zu lassen.

Ursprünglich sollte Fläche 2020 umgestaltet werden

Der angekündigte Eingriff erfordere weitere Abstimmungsgespräche mit der Kirche, der Kita und den Fachplanern im Rathaus. Details zum Kindergartenumbau sollen laut Bürgermeister Andreas Sunder in der nächsten Sitzung des Schul- und Sozialausschusses am 10. März vorgestellt werden.

Im Juli 2019 hatte der Bauausschuss – bestätigt vom Rat – einstimmig beschlossen, den Antrag der Dorfgemeinschaft Westerwiehe auf Umgestaltung des Pfarrplatzes sowie der Erweiterungsfläche im Bereich des ehemaligen Pfarrhauses zu unterstützen und allein für die Planung 70 000 Euro bereitgestellt. Bereits im September präsentierte der beauftragte Landschaftsarchitekt Matthias Wolf dem Gremium erste Entwürfe („Die Glocke“ berichtete). Der Kindergartenanbau war darin berücksichtigt.

Schon zu diesem Zeitpunkt hatte der Bürgermeister darauf hingewiesen, dass die Kosten, die Wolf auf rund 442 000 Euro bezifferte, mit maximal 250 000 Euro gefördert werden könnten. Sein Appell, „dass wir uns mit Blick auf die Haushaltsplanung darüber unterhalten müssen, ob diese Maßnahme zwingend 2020 umgesetzt werden muss, oder auch 2021/22 realisiert werden könnte“, verhallte, nachdem Isenbort auf das im Juli abgegebene Votum verwiesen hatte.

Im November folgt die Kehrtwende

Auch Gerd Muhle (SPD) sprach sich dafür aus, den Förderantrag noch 2019 zu stellen. Der seiner Meinung nach zu vage formulierte Beschlussvorschlag der Verwaltung, die Politik möge den aktuellen Stand der Planung zur Kenntnis nehmen und die Stadt damit beauftragen, den Planungsprozess fortzusetzen, konkretisierte das Gremium schließlich einstimmig mit dem Zusatz, dass der Förderantrag fristgerecht noch im September erfolgen solle. So könne die Maßnahme bei Zusage bereits 2020 in Angriff genommen werden.

Im November folgte dann die Kehrtwende: Einstimmig änderte der Bauausschuss das im September gefasste Votum insofern ab, „als dass die Realisierung der Maßnahme nun für das Jahr 2021 vorgesehen wird“, und erteilte dem Beschlussvorschlag der Verwaltung diesmal grünes Licht.

Förderoption bleibt bestehen

„Der Förderantrag kann dabei nach Rücksprache mit der Bezirksregierung Detmold unter Anpassung des angegebenen Ausführungszeitraums grundsätzlich aufrechterhalten werden“, hieß es dazu aus dem Rathaus. Die Kommune begründete die Verschiebung mit der Vielzahl der in der Tiefbauabteilung für das Jahr 2020 vorgesehenen Maßnahmen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7307993?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730031%2F