Rietberg
1. AKC: Tollitäten frenetisch empfangen

Rietberg-Mastholte (ssn) - Auf dem Schirm gehabt haben dürfte diese beiden kaum jemand: Umso frenetischer ist am Samstagabend der Jubel des Mastholter Narrenvolks ausgefallen, als die neuen Tollitäten die Bühne des Hotels Adelmann betraten.

Sonntag, 16.02.2020, 17:15 Uhr

Dörte und Volker tom Suden ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie in „ihrer“ Session richtig Gas geben wollen. „Unser Motto ist klar: Wir sind dann mal da!“, reimte die bestens aufgelegte Prinzessin und gewährte sodann gemeinsam mit ihrem Göttergatten einen humorigen Einblick in die Prinzenanbahnung.

„Wir freuen uns auf ’ne geile Zeit mit Party, Konfetti und Heiterkeit!“

Schließlich hat das Paar – sie ist in Leopoldshöhe aufgewachsen, er in Kachtenhausen, beides gehört zum Kreis Lippe – die närrische Hochburg Mastholte erst vor acht Jahren als Lebensmittelpunkt für sich entdeckt. „Zurück dorthin, wo alles beginnt: Wir dachten zuerst, ihr spinnt“ gaben die frisch gekürten Oberjecken in Erinnerung an die Frage der Fragen denn auch unumwunden zu und ergänzten: „Mit Aprilscherzen kennt sich der 1. AKC ja aus – wir kamen aus der Nummer nicht mehr raus.“

Gut so! Denn die Tollitäten erwiesen sich bereits an ihrem Antrittsabend als würdige Nachfolger von Jenny und André Wilhelmstroop. Dafür habe man allerdings auch ordentlich büffeln müssen, gestand Volker tom Suden: „Beim Karneval, da fehlte uns das Know-how. Also lasen wir Reden, hörten Lieder und tranken ein bisschen mehr. So wurden wir Karnevalsanalphabeten zum Prinzenpaar – solch jeckes Märchen wird nur in Mastholte wahr.“ Und seine Dörte versprach: „Wir freuen uns auf ’ne geile Zeit mit Party, Konfetti und Heiterkeit!“

Dörte tom Suden wurde 1979 geboren und lehrt Deutsch, Geschichte sowie Französisch an der Gesamtschule Rietberg. Darüber hinaus engagiert sie sich als Ersthelferin beim örtlichen Deutschen Roten Kreuz (DRK) und ist Mitglied im SV „Rot-Weiß“. Ihr Mann Volker, Jahrgang 1980, ist staatlich geprüfter Betriebswirt sowie Industriekaufmann und arbeitet als Einkäufer bei den Rietberger Möbelwerken. Seit vergangenem Jahr trägt er zudem die Uniform der Jakobusschützen.

Männer lassen die Hüften kreisen

Das Paar ist seit 2010 verheiratet. 2012, wenige Monate nach ihrem Umzug nach Mastholte, erblickte Fije das Licht der Welt. Töchterchen Ilvi wurde 2017 geboren. Nach fünf Jahren an der Holtkampstraße residieren die sympathischen Tollitäten des 1. Aprilscherz-Karnevals-Clubs nun im Eigenheim am Berkendeich.

Die Proklamation des Prinzenpaars markierte derweil nur einen von zahlreichen Höhepunkten, auf die sich die Jecken im voll besetzten Adelmann-Saal freuen konnten. Die unangefochtenen Stars des Abends zelebrierten ihren Premierenauftritt als letzten Act vor dem großen Finale wenige Minuten vor Mitternacht: Die Mannen der erst jüngst aus der Taufe gehobenen „Ellis Ninja-Warriors“ erwiesen sich auf der Bühne als echte Kerle samt bretthartem Sixpack.

Tanzformationen begeistern Publikum

Dass die Muskeln nur aufgedrucktes T-Shirt-Zierwerk darstellte, verziehen ihnen die Frauen im Saal ohne Murren. Sie gerieten vielmehr außer Rand und Band, als das Männerballett zu „Quit playin’ games (with my Heart)“ und „Relight my Fire“ kollektiv die Hüften kreisen ließ. Das war ganz großes Kino!

Wie immer eine Augenweide stellten die „Roten Funken“ dar. Die AKC-Mädels brillierten gleich zweimal auf den Brettern, die die Welt bedeuten – zunächst mit einem zackigen Gardetanz, später dann als düster-sinnliche Alptraumgestalten zu Popbeats. Die Showtanzgruppe „Temptation“ entführte die Narren ins Weltall. „Fascination“ ließ eindrucksvoll die Saga „Game of Thrones“ lebendig werden.

„Magic Heini“ zaubert unwilliges Kaninchen aus dem Hut

„Magic Heini“ (Heinz Schlepphorst) zauberte unter dem Gelächter des Publikums ein unwilliges Karnickel (Marin Sudahl) mit Arbeitsvita als gescheiterter Osterhase und multigeschädigtes Versuchskaninchen aus dem Hut, während Moderator Franz-Josef Sudahl vom „Radio Moesenperle“ an der Nachwuchssuche verzweifelte. Eine engagierte Lobrede auf die vermeintlich überflüssigen Pfunde hielt derweil Kathrin Nitsche.

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