Rietberg Altweiber stürmen Rietbergs Altstadt

Rietberg (ssn) - Die Rietberger haben es immer gewusst: Das starke Geschlecht ist eindeutig weiblich! Den Beweis dafür haben am Donnerstag einmal mehr die jecken Altweiber der Grafschaftler Karnevalsgesellschaft angetreten.

Und mit ihnen tausende feierfreudige Frauen, die den fröhlich-bunten Tross durch die historische Innenstadt lautstark begleiteten. Passenderweise fiel der erste Höhepunkt des Straßenkarnevals diesmal mit dem 20.02.2020 auf eine lupenreine Schnapszahl. Eine weitere gesellte sich in guter Tradition mit dem Startschuss der wilden Sause um Punkt 15.11 Uhr hinzu. Beste Voraussetzungen also für eine Party der Extraklasse, die sich nach dem Umzug in den Zelten hinterm Rathaus, im Ennebutt und am Südtor bis weit in die Nacht fortsetzte.

„Schickt das Mannsvolk schnell nach Hause – heute, das ist unsre Sause“

Zuvor indessen ging es entlang der Rathausstraße hoch her. „Das garantieren die Jung- und Altweiber, sie sind am heutigen Tag die großen Narrentreiber. Vergesst alle Mühen und Sorgen, feiert bis in den frühen Morgen! Schickt das Mannsvolk schnell nach Hause – heute, das ist unsre Sause“, rief Altweiberpräsidentin Birgit Boldt dem jecken Frauenvolk zu, das willig folgte.

Die Altweiberpräsidentin schlug jedoch auch kritische Töne an. „Bäume fällen, Kapelle verkaufen, vom Parkplatz weit zur Innenstadt laufen: Rundherum wird investiert, doch in Rietberg-City nicht viel passiert“, prangerte sie an und ergänzte: „Hier regiert der Ausverkauf, besonders im Rathausstraßenverlauf. Die Eigentümer und Investoren haben wohl die Geduld verloren.“

Bürgermeister Andreas Sunder konterte gewohnt souverän auf die Schmährede der Altweiberchefin. Seinen Reim, „so hübschen Damen kann ein Bürgermeister nicht widersteh’n, deshalb will ich am Rathaus die weiße Fahne wehen seh’n“, nahmen die Frauen sogleich als Einladung, um mit dem Eintreffen der ersten Fußgruppe vor dem historischen Verwaltungssitz diesen symbolisch in Beschlag zu nehmen.

Mit 91 thematisch breit gestreuten Truppen und – laut Altweiberzählung – exakt 1999 Teilnehmern stellten die närrischen Rietbergerinnen diesmal übrigens einen neuen Rekord auf. Chapeau!

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