Solotheaterstück in der Cultura beschäftigt sich mit dem Leben eines Zwangsarbeiters
„Im Herzen ein Nest aus Stacheldraht“

Rietberg (WB/stl). „Das neue Jahr beginnt in der Cultura mit einer besonderen Veranstaltung, die viel Aufmerksamkeit verdient, gerade weil das Thema im Vergleich zu unseren sonstigen Events ein sehr schweres ist“, sagt Johannes Wiethoff vom Verein Kulturig.

Dienstag, 07.01.2020, 08:09 Uhr
Michael Grunert spielt in dem aufrüttelnden Solotheaterstück „Im Herzen ein Nest aus Stacheldraht“, das am kommenden Dienstag, 14. Januar, in der Rietberger Cultura zu erleben ist.

Das Solotheaterstück „Im Herzen ein Nest aus Stacheldraht“ ist am Dienstag, 14. Januar, um 20 Uhr im Rundtheater zu erleben. Darin stellt der Schauspieler Michael Grunert das Leben des Häftlings und Zwangsarbeiters Ferdinand Matuszek dar. Regina Berges (Text und Regie) inszenierte das Stück im Auftrag des Fördervereins der Dokumentationsstätte Stalag 326 VI K Senne, basierend auf der Grundlage des Buches „Ich hatte nichts gegen Deutsche, nur gegen Faschisten. Die Lebensgeschichte des Ferdinand Matuszek“ von Friedhelm Schäffer und Oliver Nickel.

Kulturig stelle sich diesem Thema in Kooperation mit den weiterführenden Schulen der Stadt, betont Wiethoff. So sei es möglich das Stück drei Mal aufzuführen. Am Dienstagabend ist die öffentliche Vorstellung in der Cultura, am Mittwoch folgen zwei Schüleraufführungen für mehr als 200 Jugendliche. Nochmal Johannes Wiethoff: „Als weitere Unterstützung hat sich Kulturig entschlossen, alle Ticketeinnahmen der öffentlichen Vorführung dem Förderverein zu spenden.“

Insgesamt drei Vorstellungen

Zum Inhalt: Schon in seiner polnischen Heimat in Ostgalizien wird der 15-jährige Ferdi von den deutschen Besatzern zu Arbeiten beim Bau einer kriegswichtigen Bahnstrecke gezwungen. Mit knapp 16 Jahren wird er nach Deutschland deportiert: Zwangsarbeit auf einem Bauernhof im Amt Rehme (Ostwestfalen). Von Erinnerungen gequält, innerlich zerrissen und heimatlos ist er lange Zeit nicht fähig, über seine Erlebnisse zu sprechen.

Dem Zeitzeugen Ferdinand Matuszek war es wichtig, seine Geschichte zu erzählen, um gerade auch junge Menschen für das Leid, das Menschen einander antun können, zu sensibilisieren. Leider hat er das Erscheinen seines Buches nicht mehr erleben können. Ferdinand Matuszek war ein Mensch, der trotz all seiner Erlebnisse von sich sagte, er habe Glück gehabt im Leben.

Weitere Informationen und Karten gibt es bei der Touristikinformation der Stadt Rietberg, Tel. 05244/986100, bei allen weiteren bekannten Vorverkaufsstellen, per Mail an kulturig@stadt-rietberg.de und im Internet.

www.kulturig.de

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