Verein „Familien in Not“ bringt zum 25. Mal Geschenke und Spenden in den Kosovo Hilfstransport mit vielen Hindernissen

Rietberg (WB/ew). Kein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest hat der Berufskraftfahrer Georg Winkler aus Rietberg seit 1995 mehr erlebt, zeichnet doch der Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins „Familien in Not“ mit seinem Team dafür verantwortlich, dass jeweils am zweiten Festtag von Rietberg aus die von ihm organisierten Hilfstransporte zu der verarmten Landbevölkerung in den Kosovo starten können.

Georg Winkler aus Rietberg (Mitte mit Päckchen) und sein Team zeichnen persönlich vor Ort für die gerechte Verteilung der gespendeten Hilfsgüter – hier Weihnachtspäckchen für Kinder von Kindern aus dem Kreis Gütersloh – verantwortlich.
Georg Winkler aus Rietberg (Mitte mit Päckchen) und sein Team zeichnen persönlich vor Ort für die gerechte Verteilung der gespendeten Hilfsgüter – hier Weihnachtspäckchen für Kinder von Kindern aus dem Kreis Gütersloh – verantwortlich.

Viele Hindernisse hat Georg Winkler, der sich erstmals 1994 als Lkw-Fahrer für einen Hilfstransport nach Kroatien zur Verfügung gestellt und seit 1995 die Organisation übernommen hat, mit entbehrungsreichem Einsatz gemeistert. Doch was er bei seinem 25. Weihnachtshilfstransport im gerade abgelaufenen Jahr an negativen Erfahrungen gemacht hat, das übertrifft alles.

Zunächst konnten die beiden Fahrzeuge wegen Dauerregens und dem Fehlen einer Halle nicht mit den Hilfsgütern beladen werden, so dass die Abfahrt um einen Tag verschoben werden musste. Doch damit nicht genug, denn Winkler erhielt die Schocknachricht, dass alle weiteren ehrenamtlichen Lkw-Fahrer krankheitsbedingt nicht zur Verfügung standen.

Als Retter in letzter Sekunde erwies sich das Team von Radio Gütersloh. „Spontan nach dem Aufruf haben sich 20 Männer und Frauen aus deutschen Landen von Bremen bis Görlitz und Stuttgart bei mir gemeldet", sagt Winkler rückblickend. So konnten die beiden mit 41 Tonnen Hilfsgütern beladenen Lastkraftwagen schließlich mit dreitägiger Verspätung in den Kosovo starten. Neben einem überglücklichen Georg Winkler saßen bei den beiden jeweils gut 2200 Kilometer langen Fahrten das Nienburger Ehepaar Monika und Andy Durack sowie Pascal Kneper aus Delbrück am Steuer.

41 Tonnen Hilfsgüter

Nach den Sorgen und der Hektik der vergangenen Tage vor dem Start dankte Winkler bei seiner Ruhepause von Kroatien aus „allen Menschen im Kreis Gütersloh und umliegenden Orten für die vielfältigen Sach- und Geldspenden, die erst den Weihnachtstransport im 26. Jahr in Folge ermöglicht haben.“

Seine besondere Anerkennung zollte Winkler den Mädchen und Jungen aus 23 Kindertagesstätten und Schulen für die vielen Weihnachtspäckchen, die er und seine Mitstreiter in diesen Tagen nun persönlich an Kinder im Kosovo, die nicht auf der hellen Seite des Lebens stehen, übergeben.

Der aktuelle Weihnachtstransport des Rietberger Vereins „Familien in Not“ besteht aus 41 Tonnen Hilfsgütern. Eine Schule erhält eine umfangreiche Ausstattung an Möbeln. An Bord der beiden Laster befindet sich zudem umfangreiches Material für ein Kinderkrankenhaus in der Hauptstadt Pristina, aber erneut auch Rollstühle und Rollatoren. Bau­material sowie Fenster und Türen sind für die Fertigstellung eines Familienhauses bestimmt, bei dem bei Regen das Wasser durch das Schlafzimmer fließt. Ungezählt sind die Päckchen der Mädchen und Jungen aus dem Kreis Gütersloh als ein besonderes Weihnachtsgeschenk für die Kinder der verarmten Landbevölkerung im Kosovo. Für diese Menschen hat auch die Mastholter Firma Schulte eine großzügige süße Spende bereitgestellt.

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