Fanclubs von Dortmund und Schalke spielen zum achten Mal ihr Turnier aus
100 Tore in dreieinhalb Stunden

Rietberg (WB). Das Revierderby in der Fußball-Bundesliga zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund ist legendär. Vier Fanclubs der Dortmunder und der Schalker spielten jetzt zum achten Mal in Rietberg den Derby-Cup aus. Zum fünften Mal gewannen die „Gelben“ das Hallenturnier: Die Grafschafter Rietberg, mit 200 Mitgliedern einer der größten Fanclubs in OWL, setzten sich im Finale mit 4:0 gegen Rheda-Wiedenbrück 04 durch. Der ebenfalls 200 Personen starke Fanclub der „Blauen“, Klein-Schalke Rietberg, wurde Dritter.

Freitag, 03.01.2020, 08:10 Uhr
Vor dem Anpfiff des inzwischen achten Derby-Cups: Kerstin Lütkebohle („Klein Schalke“), Frank Weber (Viktoria Rietberg), Fabian Reinkemeier und Tobias Wimmelmeier (beide „Grafschafter“, von links) mit dem Siegerpokal und den via Tombola vergebenen Fantrikots. Foto: Robert Becker

Als „deutschlandweit einmaliges Turnier“ bezeichnen Thomas Laukemper, Präsident der „Grafschaft Dortmund“ und Hendrik Klocke, Chef von „Klein Schalke“, den Hallen-Kick, bei dem alljährlich zwischen den Feiertagen vier BVB- und vier Schalke-04-Fanclubs gegeneinander antreten. Zum vierten Mal wurde für den guten Zweck gespielt. Insgesamt 3300 Euro wurden mit Torprämien, verkauft an Sponsoren, Versteigerung von zwei Eintrittskarten für das „Pütt-Derby“ und durch Losverkauf erzielt. Damit wurden die Spendensummen von 2018 (3000 Euro) und von 2017 (2500 Euro) erneut übertroffen. Gespendet werden soll das Geld zur Hälfte an den Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte (VKM) Rietberg und zur anderen Hälfte an die Aktion Lichtblicke von Radio Gütersloh.

Turnier verlief fair

Das Turnier verlief fair – wie in den Vorjahren. Die Zuschauer kamen auf ihre Kosten, denn mit 100 Toren innerhalb von dreieinhalb Stunden waren die Spiele durchaus ereignisreich. „Der Derby-Cup gehört fest in unseren Terminkalender. Es ist neben dem Sparkassen-Cup einer der Höhepunkte in den Turnierwochen“, sagte Organisator Frank Weber von Viktoria Rietberg. Viktoria stellt das Turnier von Beginn an gemeinsam mit den Rietberger Fanclubs auf die Beine. Das Teilnehmerfeld ist auf acht Mannschaften limitiert. Es gebe viele Bewerbungen, aber so lange die Stammclubs zusagten, könne man keine neuen Teams aufnehmen, erklärte Fabian Reinkemeier. Die übrigen Sparringspartner kommen aus der Umgebung: Liesborn, Delbrück-Thüle, Büren und Mantinghausen. „Länger als drei Stunden soll das Turnier nicht dauern“, sagt Reinkemeier. Nachher soll noch Zeit sein für einen gemeinsamen Abschluss. Alle Akteure kamen am Samstagabend auf ein Getränk in der Gaststätte „Zum alten Grafen“ zusammen.

Die Rietberger Fanclubs „Grafschaft“ und „Klein Schalke“ hatten sich im Jahr 2010 gegründet, wuchsen anfangs sehr schnell und haben beide mit rund 200 Mitgliedern eine gute Substanz. Die „Grafschafter“ verfügen mit einem Durchschnittsalter von etwa 30 Jahren sogar über eine sehr gute Altersstruktur. Gut möglich, dass dies ein Grund ist, warum sie nun zum fünften Mal für ein Jahr den Wanderpokal in die Vitrine stellen dürfen. „Klein Schalke“ gewann bis dato einmal.

Ein anderer Aspekt ist der hohe Grad an Aktiven bei den „Gelben“. „80 Prozent spielen bei uns in Vereinen Fußball“, weiß Fabian Reinkemeier, Schriftführer bei den „Grafschaftern“, zu berichten. Präsident Thomas Laukemper rackert persönlich im Sturm und zeichnet für das ein oder andere Tor verantwortlich.

Ein großer Nutzen für die Mitglieder der Fanclubs ist der Zugang zu begehrten Karten. „Wir fragen zuvor unseren Bedarf intern ab und bekommen mit 90 Prozent Wahrscheinlichkeit die bestellten Karten“, erklärt Tobias Wimmelmeier, Kassierer der „Grafschafter“. Zweimal im Jahr startet der Fanclub eine große Busfahrt zu einem wichtigen BVB-Spiel. Mehrfach waren die unermüdlichen Fans schon in Berlin zum DFB-Pokalfinale. Auch in Sachen Champions League gibt es hin und wieder einen gemeinsamen Stadionbesuch.

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