700 Zuhörer erleben erstes Konzert des Varenseller Chores »Pro C-Dur« in der Cultura
Dieses Projekt ist eingeschlagen

Rietberg (WB). Volles Haus, zweieinhalbstündiges Programm, lang anhaltender Beifall, Premiere gelungen! Die Aktiven des neuen Chors »Pro C-Dur« aus Varensell und ihr Leiter Markus Koch können stolz auf sich sein.

Dienstag, 08.10.2019, 07:47 Uhr aktualisiert: 08.10.2019, 08:01 Uhr
Gemeinsam singen die Mitglieder des Chores »Pro C-Dur« zusammen mit den Vokalartisten zum Abschluss des Konzertes in der Cultura. Foto: Stefan Lind

Gemeinsamer Gesang ist ausgesprochen gefragt. Das zeigt sich nicht nur am regelmäßigen (und ständig ausverkauften) Rudelsingen mit Frau Höpker in der Cultura, sondern auch daran, mit welcher Wucht das Chorprojekt von Markus Koch eingeschlagen hat. Im Mai 2018 gab es das erste Treffen von Interessierten, wie Vorsitzende Diana Kochtokrax in ihrer Begrüßung sagt. Mittlerweile hat Pro-C-Dur mehr als 70 Mitglieder; die meisten von ihnen stehen am Sonntag im Rundtheater auf der Bühne. Und sie machen ihre Sache richtig gut, was bei einer Premiere nicht unbedingt der Fall sein muss.

Eine gehörige Portion Lampenfieber dürfte auch mit im Spiel gewesen sein, denn die enorme Kulisse von rund 700 Zuhörern drückt eine enorme Erwartungshaltung des Publikums aus, zumal viele Verwandte, Freunde und Nachbarn der Chorsänger darunter gewesen sein dürften.

Pro C-Dur zeigt sich sehr gut vorbereitet. Das passt alles schon recht gut zusammen, zumal Markus Koch als souveräner Chorleiter jederzeit alle Fäden in der Hand hat, unterstützt von dem nicht minder erfahrenen Heiner Breitenströter am Klavier. Die Musikauswahl setzt auf poppige Klänge, alles übrigens mit deutschen Texten, so dass erst beim Hinhören deutlich wird, dass sich zum Beispiel hinter »An jenem Tag« der Oldie »Those Were The Days« von Mary Hopkin aus dem Jahr 1968 verbirgt. Bei Musicals (»Die Schöne und das Biest«) hat sich Markus Koch ebenso bedient wie bei Deutsch-Pop (»Solang man Träume noch leben kann« von der Münchener Freiheit).

Chor zeigt sich gut vorbereitet

Schade nur, dass der Chor lediglich dreimal auftritt und insgesamt acht Stücke singt. Den größeren Teil überlässt man den musikalischen Gästen – nachvollziehbar bei einem Chor, der in seinen Anfängen steckt, trotzdem bleibt der Eindruck zurück, etwas wenig von den Gastgebern gehört zu haben. Auch das Bühnenoutfit ist verbesserungswürdig. Einheitliche Kleidung muss nicht sein, aber wenn eine Jeansjacke neben einer Anzugjacke auftaucht, passt das nicht so recht zusammen.

Eingeladen haben sich die Aktiven von Pro C-Dur einen weiteren Chor – die Vokalartisten aus Gütersloh, ebenfalls unter der Leitung von Markus Koch – und den Musikverein Wes­terwiehe, angeführt von Martin Hell. Der Männerchor tut sich zu Beginn ein bisschen schwer mit den getragenen Stücken, da scheinen auch rasch die stimmlichen Grenzen der Herren auf. Viel besser wird es im zweiten Teil mit dem »Zottl­marsch« und dem gesungenen Speisezettel von Carl Friedrich Zöllner, einem Klassiker der Männerchorliteratur, der aber immer wieder gut ankommt.

Der Musikverein präsentiert sich souverän und beweist vor allem mit seinen Medleys, wie breit er in seinem Repertoire aufgestellt. Die Hits von Adele wie »Rolling In The Deep« oder »Someone Like You« gelingen ebenso wie die schönsten Melodien aus »Starlight Express« oder dem Film »Der König der Löwen«. Zum Abschluss gibt’s den gemeinsamen Kanon »Singen macht Spaß, Singen tut gut«, der das zusammenfasst, was auf der Bühne durchgängig zu spüren gewesen ist. Wer das auch erleben möchte: Die Proben sind immer donnerstags um 20 Uhr in der Gaststätte Hesse in Varensell.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6985887?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730031%2F
Bundespräsident macht Bevölkerung Mut
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier setzt sich einen Mund-Nasen-Schutz auf.
Nachrichten-Ticker