Polizist Michael Giezek veröffentlicht seinen zweiten Kriminalroman
Macht sich in Rietberg das Böse breit?

Rietberg-Mastholte (WB). Ist das Böse in Rietberg zu Hause? Treffen sich Wirtschaftskriminelle im Rietberger »Stadt-Hotel«? Könnte man glatt meinen bei der Lektüre von »Webers Kinder«. Der Kriminalroman stammt aus der Feder eines Mastholters.

Mittwoch, 07.08.2019, 10:00 Uhr
Autor Michael Giezek mit seinem Erstlingswerk, jetzt erscheint sein zweiter Kriminalroman, der chronologisch inhaltlich aber vor dem ersten Thriller spielt. Foto: Petra Blöß

Michael Giezek, von Berufswegen tatsächlich bei der Polizei, hat bereits seinen zweiten Kriminalroman verfasst. Und der hat es an Spannung durchaus in sich.

Genau wie der erste. Der ist 2015 erschienen unter dem Titel »Späte Rache 2021«. Nun also folgt »Webers Kinder.« Weber? So heißt die Hauptfigur, Marc-Andre Weber vom Polizeipräsidium OWL. Wie ähnlich sind sich der fiktive Kriminalkommissar - und der echte? »Es gibt durchaus Parallelen«; schmunzelt Michael Giezek im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Und räumt ein: »Etwas Autobiographie steckt auf jeden Fall auch in dem Buch.« Dazu zählt der Wohnort Webers, Melle, dort hat der in Recklinghausen geborene Autor auch eine Weile gelebt.

Einige der Hobbys der Romanfigur sind auch die seines Erfinders. Rennrad fahren etwa. Und so wie der Titelheld hat Giezek ebenfalls einen jüngsten Sohn, der mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen ist. Giezek wirkt dienstlich als Kriminalhauptkommissar in Bielefeld und ist dort im Bereich Sexualdelikte ermittelnd tätig, zuvor war er zwölf Jahre im Betrugsdezernat.

Die Inhalte seiner beiden Krimis sind fiktiv, das ist ihm wichtig zu betonen, denn anders dürfte es auch gar nicht sein. »Meine Geschichte handelt nicht von realen Fällen und ich versuche mich inhaltlich so weit wie möglich von meiner beruflichen Arbeit zu distanzieren, damit sich niemand angesprochen fühlt.«

Das hat sprichwörtlich Hand und Fuß

Dass aufgrund seiner jahrzehntelangen Kenntnisse der realen Polizeiarbeit ein entsprechender Spannungsbogen gerade im neuen Werk entsteht, versteht sich von selbst. Giezek kennt sich aus mit den Strukturen und Abläufen von Ermittlungsarbeit – und das macht einen Teil der so realitätsnah wirkenden Geschichte aus. Der Leser spürt – hier dichtet keiner etwas zusammen, das hat sprichwörtlich Hand und Fuß.

Bücher zu schreiben neben Familie und Beruf – kein einfaches Unterfangen, das mal eben so mit zeitlichen Fristen klarkommen könnte. Und so schrieb der Mastholter über mehrere Jahre hinweg den zweiten Krimi. »Manchmal, wenn abends nach der Arbeit noch Zeit und der Kleine im Bett ist, dann kann ich für eine oder zwei Stunden mein Buch fortsetzen. Manchmal kann ich auch die Wochenenden nutzen«, so Michael Giezek.

Für die Grundidee, »den roten Faden«, habe er ein kleines Ringbuch, in dem die spontanen Ideen erfasst werden. »Zuerst kommt die grobe Geschichte, dann entwickele ich diese auf einzelne Tage im Handlungsablauf weiter.«

Vieles ergebe sich aber auch aus dem Schreiben selbst, während dessen immer wieder auch neue Ideen und Details aufkämen. Sicher müsse die Familie manchmal Geduld aufbringen, »aber, es ist klar, zuvorderst stehen unsere Berufe und die Kinder«, so Michael Giezek, der insgesamt fünf Sprösslinge hat. Der dritte Krimi soll 2020 erscheinen, auch er gehört in den Kontext der anderen – und weitere sind in der Planung.

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