Mehrere tausend Besucher beim Oldtimer-Treff in Mastholte Die umgebaute Ente ist sehr rar

Rietberg-Mastholte (WB). Die kleinen roten Flitzer waren es, die in diesem Jahr unter besonderen Aspekten dem MSC-Oldtimertreff ihren Stempel aufdrückten. Am Sonntag standen sie im Fokus des Interesses vieler Besucher.

Von Petra Blöß

Sehr vieler Besucher, denn die neueste Auflage der Großveranstaltung sah auf dem weitläufigen Geläuf an der Dammstraße sicherlich mehrere tausend Gäste, nicht

Klaus Seifert und seine umgebaute Ente.

eingerechnet die vielen hundert stolzen Besitzer historischer Fahrzeuge. Und genau so viele Wagen und Traktoren sowie Zweiräder waren es, die in langen Reihen präsentiert wurden. Erstmals reichte das Gelände der Firma Röhr kaum noch aus, um die vielen angereisten Fahrzeuge aus ganz Ostwestfalen aufzunehmen.

Mittendrin ein kleiner alter Fiat 500, rot, fein herausgeputzt und auffällig durch den Miniaturwohnwagen, den er hinter sich herziehen kann. Anders das zweite leuchtend rote Exemplar, in dem Fall eine Ente, also ein Citroën 2 CV. Auch sie ein Hingucker, aber wegen fehlender Anhängerkupplung nur solo unterwegs. Der Franzose gehört Oldtimerfan Klaus Seifert aus Geseke, genau wie mehrere weitere Autos sowohl von Citroën wie auch in Form eines Simca.

Der kleine rote Flitzer, den Seifert sein eigen nennt, ist nicht einfach »irgendeine Ente«, es ist eine ganz besondere Spezies. Roadsterartig kommt der Wagen daher, statt vier Türen hat er zwei, und ein abgeschrägtes Heck mit ebensolcher Kofferraumklappe. Das Dach entspricht dem eines richtigen Cabrios. 28 PS bringt das Spaßfahrzeug mit, eine der letzten überhaupt gebauten Enten aus dem Juli 1990. Was das Auto selten macht: Es handelt sich um ein sogenanntes Hoffmann-Cabrio, der Tüftler aus Hohenfurch baute seinerzeit in einem Zeitraum von rund 20 Jahren etwa 1500 Enten in der Art um, dass ab der A-Säule die Karosserie durch ein Kunststoffmodul ersetzt wird. Zu sehen sind Fahrzeuge dieser Art nur noch selten.

Reichlich «Benzingespräche« hatte Seifert da mit den Beobachtern zu führen, wie übrigens viele andere Besitzer nostalgischer Gefährte ebenso. Umfangreich war neuerlich die Traktoren- und Landmaschinenabteilung mit den alten Deutz, Fendt, Hanomag und Lanz, und auch Zweiradfreunde konnten sich über ganze Serien von Rollern, Mopeds und Mofas, hier vor allem von Puch, freuen.

Pkw – nun, es gab fast nichts, was es nicht gab, vom alten, nicht mehr fahrtüchtigen Ford-Gruppenmodell aus dem Jahr 1915 bis hin zu den Statussymbolen aus der DDR-Zeit, den Trabis und Wartburgs. Modelle aller gängigen deutschen Autobauer waren zu besichtigen, und natürlich fehlten Dutzende von Fahrzeugen aus anderen europäischen Ländern nicht, vom Volvo bis zum Renault. Dazu gesellten sich reichlich amerikanische Personenwagen und nicht minder diverse VW-Busse, die nahezu ausnahmslos mit Campingausstattung bestückt waren. Der ausrichtende MSC begleitete seine Großveranstaltung mit einer Info-Nische rund um sportliche Rennfahrzeuge aller Art.

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