Stadt legt 86-seitige Neufassung des Entwicklungskonzeptes vor
Zehn-Jahres-Plan für Rietberg

Rietberg (WB). Die Bezeichnung mag sperrig klingen, das »integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept«, kurz ISEK, hat es aber in sich. Denn es listet auf, welche großen Projekte in den kommenden zehn Jahren rund um den Rietberger Ortskern in Angriff genommen werden sollen.

Freitag, 05.07.2019, 08:15 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 08:20 Uhr
In Rietberg soll sich eine Menge tun, zum Beispiel am Nordtor und in der Rathausstraße. Das sieht das »integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept«, kurz ISEK, vor. Foto: Stefan Lind

Eine erste Fassung hat der Rat im Dezember 2010 beschlossen. Mittlerweile ist nicht nur viel Zeit vergangen, eine der wichtigsten politischen Entscheidungen in den vergangenen fast zehn Jahren war das Aus für das City-Outlet. Doch auch in vielen weiteren Bereichen stellt sich die Situation anders dar. Die Stadt hat deshalb eine 86-seitige Neufassung vorgelegt, die in den Fraktionen beraten und im September verabschiedet werden soll.

Abteilungsleiter Rüdiger Ropinski von der Stadtverwaltung gab den Mitgliedern des Bau-, Planungs- und Verkehrsausschusses in einer Präsentation jetzt schon einen Überblick, wo denn die Verwaltung Schwerpunkte setzen will. Ein erster grober Kostenüberblick liegt auch bereits vor. Danach sollen in den kommenden zehn Jahren insgesamt 31,955 Millionen Euro in die Hand genommen werden, 26,77 davon sind zuwendungsfähig. Das Land gibt 50 Prozent Förderung dazu, so dass die Stadt Rietberg und das Land NRW jeweils 13,385 Millionen Euro investieren werden.

Investitionen von 32 Millionen Euro

Auf der einen Seite sind in dem Konzept allgemeine Maßnahmen aufgeführt, zum Beispiel die Modernisierung und Instandhaltung privater Gebäude, die Fassadenverbesserung oder die Gestaltung von Hof- und Gartenflächen. Auf der anderen Seite werden aber auch ganz konkrete Projekte aufgeführt. Hier eine Auswahl.

Kauf und Umnutzung des Gebäudes Rathausstraße 27 (im Obergeschoss sollen Büros für die Verwaltung entstehen, unten bleibt das Ladenlokal); Sanierung des Alten Progymnasiums; Umbau und Herrichtung der Johanneskapelle (eine Kommune könne Fördergelder bekommen, wenn die Kapelle stärker für die Öffentlichkeit geöffnet werde, so Ropinski); Neubau eines Jugendhauses oder Sanierung der Südtorschule (eine Entscheidung steht noch aus); Sanierung der Seniorenbegegnungsstätte an der Dr.-Bigalke-Straße; endgültige Gestaltung der Rathausstraße (sowie der Innenstadteingänge am Nord- und Südtor); Neugestaltung des Rathausplatzes/Marktplatzes; Gestaltung des östlichen Innenstadteingangs (gemeint ist hier ein Gesamtkonzept für den Torfweg); Erwerb und Umgestaltung der Gartenfläche am Jugendwerk (die dann für die Allgemeinheit zugänglich sein soll); barrierearme Gestaltung und Beleuchtung des Planetenweges; Instandsetzung des Emsradweges in Höhe der Fischteiche; Weiterführung des Stadtmarketingprozesses. Bürgermeister Andreas Sunder betonte, es sei zunächst wichtig, sich einen Prozessablauf zu überlegen. Nicht jede einzelne der vorgestellten Maßnahmen könne dann auch umgesetzt werden.

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