Thema im Schul- und Sozialausschuss – Übergangslösung an der Sandfeldstraße
Neue Kita: AWO soll Träger werden

Rietberg (WB). In Rietberg fehlen Kindergartenplätze – und das nicht zu knapp. Mittelfristig muss sogar eine Tageseinrichtung für vier Gruppen neu gebaut werden. Bis es soweit ist, braucht es eine Übergangslösung. Ein wichtiger Schritt zur Realisierung ist jetzt getan, denn es hat sich ein potenzieller Träger gefunden.

Mittwoch, 05.06.2019, 07:00 Uhr
Die Containeranlage an der Sandfeldstraße war für viel Geld gekauft worden, um Flüchtlinge unterzubringen. Das ist aber nie passiert. Zwischenzeitlich wurden dort Kindergartenkinder betreut. Das ist als Übergangslösung jetzt erneut geplant. Foto: Petra Blöß

Vorangegangen war »ein formloses Interessenbekundungsverfahren«, wie es im Behördendeutsch heißt. Das bedeutet: Alle Träger, die bereits eine Kita in Rietberg in ihrer Verantwortung haben, erhielten Gelegenheit, Ideen für neue Plätze einzubringen, ihr Interesse zu bekunden, die Trägerschaft eines Provisoriums zu übernehmen und sich für die Trägerschaft einer neuen dauerhaften Kita zu bewerben. Das Ergebnis steht jetzt fest: Die AWO, genauer gesagt der Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe, hat sich als einziger Interessent für die kurzfristige Umsetzung einer Übergangslösung und den eventuellen späteren Neubau einer Kita beworben.

Wie genau das pädagogische Konzept aussehen soll, wollen Vertreter der AWO in der nächsten Sitzung des Rietberger Schul- und Sozialausschusses am Dienstag, 18. Juni, im Ratssaal des Progymnasiums vorstellen. Die Einrichtung soll im Investorenmodell entstehen. Falls kein geeigneter Investor gefunden werden sollte, wird ein Bau in Eigenregie des Trägers geprüft.

Thema im Schul- und Sozialausschuss

Derzeit verfügt die Stadt Rietberg bereits schon über insgesamt 17 Kindertageseinrichtungen. Ein Blick in die Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2019/2020 und die Folgejahre zeigt aber, dass der Bedarf deutlich höher ist. Deshalb sollen vom 1. August 2019 an drei Gruppen zunächst als Übergangslösung in einem Pavillon an der Sandfeldstraße 50a untergebracht werden. Dort waren im Vorfeld der Inbetriebnahme der Kita an der Stennerlandstraße schon einmal für fünf Monate Kindergartenkinder untergebracht. Die doppelstöckige Containeranlage war im Frühjahr 2016 für die Unterbringung von Flüchtlingen errichtet worden und bot Platz für 90 Betten. Der Kaufpreis lag bei mehr als einer Million Euro. Weil die Zahl der Asylsuchenden jedoch deutlich zurückging, war die Anlage, bestehend aus vier großrahmigen Bausteinen, zunächst ungenutzt geblieben. Die Stadt ließ die Container an einigen Punkten so umbauen, dass sie als Kindergarten genutzt werden kann. 30 Jungen und Mädchen finden dort Platz.

Vom 1. August 2020 an sind aber vier Gruppen mit insgesamt 72 Plätzen notwendig; 22 U3- und 50 Ü3-Plätze. Deshalb muss dringend ein Neubau her. Weitere Träger wie die Katholische Kindertageseinrichtungen Minden-Ravensberg-Lippe gGmbH, der Bürgerverein Bokel und der DRK-Ortsverband Rietberg haben sich bereit erklärt, vorhandene Einrichtungen in den einzelnen Ortsteilen zu erweitern. Sie sind zusätzlich zu der neuen Einrichtung im Ortskern erforderlich.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6666325?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730031%2F
Vermisster Mountainbiker wohlbehalten wieder aufgetaucht
Die Suche nach dem Mann wurde am Mittwoch abgebrochen. Foto:
Nachrichten-Ticker