In der Herz-Jesu-Gemeinde endet aus Altersgründen ein Stück Kirchengeschichte
Keine Sonntagsmesse mehr in Druffel

Rietberg-Druffel (WB/stl). »Ein letztes Mal« – unter diesen Leitspruch stellte Pastor Herbert Korfmacher den Sonntagsgottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche Druffel. Und das aus gutem Grund: Am ersten Sonntag im Mai endete ein Stück Gemeindegeschichte in Druffel.

Dienstag, 07.05.2019, 09:00 Uhr
Pastor Herbert Korfmacher feiert am vergangenen Sonntag ein letztes Mal den früher einmal so selbstverständlichen Gottesdienst um 9.15 Uhr in Druffel. Seit 2011 haben die Pensionäre Antonius Waterkamp, Wolfgang Braun, Adolf Schöning und Herbert Korfmacher alle zwei Wochen diese Messe angeboten. Jetzt ist alles vorbei.

Seitdem die katholische Pfarrgemeinde St. Margareta Neuenkirchen, zu der die Herz-Jesu-Kirche schon immer als Filialkirche gehört, im Jahr 2011 aus personellen Gründen keinen Sonntagsgottesdienst mehr in Druffel anbieten konnte, formierte sich ein Kreis von pensionierten Priestern. Sie zelebrierten seitdem alle zwei Wochen eine Messe in Druffel. Diese Initiative zur Aufrechterhaltung des Sonntagsgottesdienstes kam seinerzeit direkt aus der Druffeler Gemeinde. Rita Niemeier gelang es, die Geistlichen Antonius Waterkamp, Wolfgang Braun, Adolf Schöning und Herbert Korfmacher für die Idee, mit ihnen als Pensionäre im 14-tägigen Rhythmus weiterhin Gottesdienst in Druffel zu feiern, zu gewinnen.

Inzwischen fiel es aber den vier Pastören mit fortschreitendem Alter zunehmend schwerer, die Gottesdienste zu halten. Pastor Herbert Korfmacher als ältester in der Reihe ist bereits 88 Jahre alt, seine Priesterweihe war vor 62 Jahren. Er ließ es sich am vergangenen Sonntag aber nicht nehmen, sich noch einmal besonders bei allen Aktiven zu bedanken, besonders beim Küsterehepaar Josef und Bernadette Merschbrock und den Orgelspielern. Für das Orgelspiel hatte sich in den vergangenen acht Jahren besonders die St.-Johannes-Schützenbruderschaft eingesetzt, denn das Entgelt der Orgelspieler wurde nicht durch die Kirchengemeinde St. Margareta getragen. Mit Hilfe regelmäßiger Sammlungen war in den vergangenen acht Jahren ein Betrag von rund 3000 Euro zusammengekommen.

Schützen spendeten fürs Orgelspiel

Pfarrer Andreas Zander, Leiter des Pastoralen Raumes, hatte den Geistlichen zuvor schon im Pfarrbrief lobende Worte mit auf den Weg gegeben: »Wir danken an dieser Stelle ganz herzlich unseren Pensionären, die in der Vergangenheit die Sonntagsmessen in Druffel möglich gemacht haben. Wir wünschen ihnen weiterhin Gottes Segen und Gesundheit, so dass vielleicht die eine oder andere sporadische Aushilfe weiterhin möglich ist.«

In Zukunft werden die Druffeler Gemeindemitglieder die sonntäglichen Gottesdienstangebote im Pastoralen Raum Rietberg nutzen. Das Gotteshaus im Herzen des kleinsten Rietberger Ortsteils soll auch weiterhin, wenn auch weniger häufig, genutzt werden. Seit dem Herbst 2018 finden etwa alle vier Wochen Gottesdienste zu besonderen Themen immer sonntags um 18 Uhr statt. Sie werden von einem Team des Pastoralen Raums organisiert und richten sich an alle Gläubigen aus der Umgebung. Der nächste dieser Gottesdienste ist eine heilige Messe für Jugendliche am Sonntag, 26. Mai.

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