Neuenkirchener Ortsvorsteherin nimmt eine Auszeit – Nachfolger ist Michael Streiß
Bärbel Diekhans gibt ihr Amt auf

Rietberg-Neuenkirchen (WB). Es ist eine Personalie, die sich seit Monaten abgezeichnet hatte: Bärbel Diekhans gibt aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen das Amt der Ortsvorsteherin in Neuenkirchen ab. Ihr Nachfolger steht schon fest: Es ist Michael Streiß.

Sonntag, 05.05.2019, 08:34 Uhr aktualisiert: 05.05.2019, 08:40 Uhr
Bärbel Diekhans gibt ihr Amt als Neuenkirchener Ortsvorsteherin an Michael Streiß (zweiter von links) ab. Dank im Namen der CDU sagen Fraktionschef Marco Talarico (links) und Stadtverbandsvorsitzender Dr. Christian Brockschnieder. Foto: Stefan Lind

»Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Ich habe lange Zeit gebraucht, um mich zu diesem Schritt durchzuringen«, sagte Bärbel Diekhans am Donnerstag. »Mir geht es erst besser, seit ich weiß, dass Michael Streiß zugesagt hat.« Gesundheitlich sei sie nicht auf der Höhe, zudem seien in kurzem Abstand ihr Mann und ihr Vater gestorben: »Ich habe gemerkt, dass ich in Neuenkirchen zu wenig tun konnte.« Sie wolle jetzt eine Auszeit von ihrem politischen Engagement nehmen, nur das Amt als stellvertretende Vorsitzende in der Neuenkirchener Ortsunion werde sie behalten. Auch beruflich trete sie im Moment kürzer.

Ein Blick zurück: Im Februar 2011 übernahm Bärbel Diekhans den Ortsvorsteher-Posten, damals von Hans Daberkow. Im Juni 2014 wurde sie für die nächste Wahlperiode des Rates in ihrem Amt bestätigt. Dem Rat der Stadt gehörte sie als Mitglied der CDU-Fraktion von 2009 bis 2015 an; für ihre Partei zog sie auch in den Bürgermeister-Wahlkampf, den sie gegen Andreas Sunder (FWG) verlor.

Seit 2011 im Amt gewesen

Diekhans betonte, sie habe sich in ihrer Zeit als Ortsvorsteherin »neue und hohe Ziele« gesteckt, insbesondere bei der Stadtteilentwicklung. Viele Maßnahmen habe man auf den Weg bringen können. Sie nannte Beispiele: Renovierung des Bürgerhauses Alte Volksschule und spätere Einrichtung eines Schießstandes, Sanierung des Dorfbrunnens, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses und des Bürgerradweges an der Detmolder Straße, der Umbau des Kirchplatzes, die Eröffnung des komplett überarbeiteten Bereiches Stadlers Garten oder die Umgestaltung des Knotenpunktes Lange Straße/Platzstraße/Detmolder Straße mit Verlagerung des Rewe-Marktes und Bau des Kartoffelkreisels. Ein großes Thema für sie persönlich sei auch die Umgestaltung der Schullandschaft gewesen: »Wir konnten als eine der wenigen Kommunen in NRW die Förderschule halten. Sie ist von Rietberg in das Schulgebäude in Neuenkirchen umgezogen.«

Bei Michael Streiß weiß sie ihre Projekte in guten Händen: »Er ist der richtige Ansprechpartner hier vor Ort.« Der 55-Jährige ist, wie er erklärte, ein echtes Neuenkirchener Gewächs, er kam im örtlichen Krankenhaus zur Welt, bevor es zum Seniorenzentrum umgewandelt wurde. Zeit seines Lebens wohnt er in Neuenkirchen, arbeitet allerdings bei den Stadtwerken Gütersloh, wo er als freigestellter Betriebsratsvorsitzender tätig ist. Seit 2009 sitzt er für die CDU im Rietberger Rat, zwischenzeitlich war er auch schon stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Er werde die Arbeit seiner Vorgängerin weiterführen und zum Ende bringen, kündigte Streiß an, und mehr noch. Eigene Projekte hat er auch schon auf der Agenda, unter anderem das ehrgeizige Vorhaben, die Lange Straße neu zu gestalten, und die Idee, der Maikirmes mit einem veränderten Konzept neues Leben einzuhauchen.

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