Mastholter spielen ihr »Konzert im Werk« vor 700 Besuchern
Es »queent« auch beim Musikverein

Rietberg (WB). Was für eine Kulisse! Zum traditionellen »Konzert im Werk« des Musikvereins Mastholte erschienen am Samstagabend rund 700 Besucher – so viele, dass eilends noch Stühle herbeigeholt werden mussten.

Montag, 08.04.2019, 10:00 Uhr
Auf der länglich gestreckten Bühne in der neuen Werkhalle der Firma Wirus sorgen die Musiker für beste Unterhaltung. Foto: Petra Blöß

Der Anblick für die Musiker von der Bühne auf die Reihen war gigantisch, wie Vorsitzender Antonius Meier in seiner Begrüßungsrede feststellte. Im ungewöhnlichen »Konzertsaal«, einer neuen, riesigen Werkhalle der Firma Wirus, waren auch CDU/CDU-Bundestagsfraktionsvorsitzender Ralph Brinkhaus, NRW-Landtagspräsident André Kuper, Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder und Ortsvorsteher Gisbert Schnitker dabei, um sich das voluminöse, kurzweilige und perfekt einstudierte Musikprogramm nicht entgehen zu lassen.

Abordnungen der Schützenvereine, bei denen der Musikverein regelmäßig für Festunterhaltung sorgt, freuten sich auf den unterhaltsamen Abend ebenso wie Vertreter des Volksmusikerbundes, der örtlichen Vereine und viele weitere Gäste. Die Gastgeber boten nicht nur tolle Klänge, sondern auch Festatmosphäre mit reichlich Verweildauer an Grills und Pfannen auf dem Werksgelände.

Auftrittsreif schon nach kurzer Zeit

Musikalisch machten die über 90 Akteure in drei Orchestern deutlich: Blasmusik ist mehr als Egerland und hat so viele Facetten, dass die Bandbreite einstudierter Stücke keine Wünsche offen lässt. Wie gut schon die Basis an den Instrumenten sein kann, bewiesen das Jugend- und das Schülerorchester, allesamt Kinder und Jugendliche, die die Ausbildung im Musikverein durchlaufen und schon nach kurzer Zeit Auftrittsreife erlangt haben.

Dass es dem Verein um die nächsten Jahrzehnte nicht bange sein muss, unterstrich Meier in seiner Rede. Und tatsächlich, unter anderem mit einem Stück aus »Doctor Who«, einer »Trojka-Fantasie« und Klängen aus »Schwanensee« begeisterte der Nachwuchs. Die jüngsten Akteure, die noch neu dabei sind, wurden als Darsteller in einem kleinen szenischen Spiel an einen Auftritt vor so viel Publikum gewöhnt. Auch sie ernteten großen Beifall.

Es »queent« in diesen Wochen in der Emsstadt. Nachdem Europas beste Queen-Coverband kürzlich die Cultura gefüllt hatte, widmeten sich nun die Musiker aus Mastholte den Klängen aus der Feder von Freddy Mercury. Und: Blasmusikinstrumente und Rock schließen sich wechselseitig in keinster Weise aus, im Gegenteil. Ebenso wenig wie Musicalmelodien, in diesem Fall solche aus dem »Phantom der Oper«. Die »Kleeblatt-Polka« und »Libertango« gehörten ebenfalls zum knappen Dutzend für das Konzert ausgewählter Arrangements. Dass solch hohes Niveau nicht ohne intensive Vorarbeit möglich ist, steht ohne Zweifel fest. Hier galt der Dank den Dirigenten Norbert Großewinkelmann, Reinhard Hammelbeck und Alexander Bernhagen, die alle Musikvereinsgenerationen durch die monatelangen Proben geführt hatten.

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