Bilanz zum Karneval: Bauhof-Team seit 7 Uhr im Einsatz – 139 Einsätze des DRK
Zwei Jecken festgenommen

Rietberg (WB). Mehrere Tausend Karnevalisten feierten fröhlich und überwiegend friedlich den Rosenmontag in Rietberg. Stadt, Polizei, Bauhof und Deutsches Rotes Kreuz ziehen nun Bilanz.

Mittwoch, 06.03.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 10:12 Uhr
Ausgelassene Stimmung: Diese Frauengruppe freute sich über das trockene Wetter zum Umzug am Rosenmontag. Foto: Wolfgang Wotke

Das Wetter spielt mit

Die Unwetterwarnungen erinnerten zunächst an 2016, als der Umzug aufgrund des Wetters abgesagt wurde. Dazu kam es nicht. Lediglich um eine halbe Stunde nach hinten verschoben die Veranstalter den Start der 83 Gruppen. »Es war die richtige Entscheidung«, sagt Nina Ackfeld, Sprecherin der Stadt Rietberg. »Wir haben großes Glück gehabt mit dem Wetter, mit dem Umzugsbeginn kam die Sonne heraus.«

Sieben Strafanzeigen

Insgesamt wurden zwei Personen in Gewahrsam genommen. Gegen 15 Teilnehmer erteilten die Beamten Platzverweise. Insgesamt sieben Strafanzeigen wurden gefertigt. Drei davon wegen Beleidigung, drei wegen eines Körperverletzungsdelikts sowie eine wegen eines Betäubungsmitteldelikts.

25 Kubikmeter Müll

Mit 15 Mitarbeitern war das Team des städtischen Bauhofes am Dienstag schon um 7 Uhr in der Innenstadt, um diese von den Überresten des Straßenkarnevals zu befreien. Plastikbecher und -fläschchen, Pappteller und Zigarettenschachteln, aber auch einige Reste von Luftschlangen und Kostümen fegten die Arbeiter zusammen. Die Rathausstraße war bis zum Mittag größtenteils gereinigt. In den Nebenstraßen und den Wallanlagen dauern die Arbeiten noch einige Tage an.

»Herzlichen Dank«, sagte Bürgermeister Andreas Sunder der Bauhof-Mannschaft, deren Aufgabe es zwar ist, die Stadt sauber zu halten. »Doch nach solchen Ausnahmetagen wie am Rosenmontag ist dies doch eine besondere Zumutung.« Seit dem Altweiberfest am Donnerstag bis zum Dienstagmorgen sind rund 25 Kubikmeter Müll zusammengekommen. Das entspricht 25 große Müllcontainer. »Die Menge war etwa so viel wie im Vorjahr«, sagt Bauhofleiter Jens Hökenschnieder. Seine Kollegen entfernten zudem die Beschilderung rund um den Stadtkern, die auf die Sperrung der Innenstadt hin- und Umleitungen auswies. Noch etwa zwei Wochen wird es dauern, bis in der Kernstadt auch die Blumenbeete und -säulen aus ihren hölzernen Schutzkästen befreit sind.

DRK: Alles im Rahmen

Nach drei Tagen Straßenkarneval blickt der Ortsverein Rietberg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) laut Rotkreuzleiterin Stefanie Merschbrock auf »ein recht ruhiges und friedliches Einsatzgeschehen« zurück. Am Altweiberdonnerstag half der DRK 73 Mal. 13 Patienten mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Am Rosenmontag kamen die Retter 66 Mal zum Einsatz. Bei sieben Patienten folgte eine weitere Behandlung im Krankenhaus. Alle weiteren Verletzungen und Erkrankungen waren laut DRK nicht schwer.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr gab es auch nicht deutlich mehr oder weniger alkoholisierte Personen in Behandlung. Insgesamt kümmerte sich das DRK um 37 alkoholisierte Personen. Von denen waren am Rosenmontag fünf minderjährig. Für die Hilfe sorgten am Donnerstag 77 Retter, am Sonntag vier Helfer und am Rosenmontag 75 Helfer. Zudem waren zwei Notärzte am Donnerstag und Montag im Einsatz. Merschbrock zählte insgesamt eine Summe von rund 2400 ehrenamtlichen Einsatzstunden. »Alles in allem können wir eine recht durchschnittliche Bilanz ziehen«, sagte Merschbrock.

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