IHK und Unternehmerverband stellen Standortumfrage-Ergebnisse vor
Beim Breitbandausbau hakt es

Rietberg (WB). Unternehmer in Rietberg sind sehr zufrieden mit ihrem Standort. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen, Unternehmerverband und Stadtverwaltung. Die Frage »Würden Sie sich noch einmal für den Standort Rietberg entscheiden?« beantworteten 93 Prozent der Befragten mit Ja.

Donnerstag, 07.02.2019, 10:00 Uhr
Arne Potthoff (IHK), Burkhard Marcinkowski (Unternehmerverband), Renate Pörtner (Stadt Rietberg), Dr. Christoph von der Heiden (IHK) und Andreas Göke (Stadt) präsentieren die Ergebnisse einer Umfrage unter den Unternehmern im Stadtgebiet. Foto: Petra Blöß

Insgesamt waren im Vorfeld der Erhebung 844 Betriebe in allen Stadtteilen angeschrieben worden, 109 füllten die Papiere aus, eine Rücklaufquote von 13 Prozent. Damit liegen die Emsstäder knapp unter dem Kreisdurchschnitt – hier wurde eine Quote von 14 Prozent erreichet. In Sachen Standortzufriedenheit allerdings belegt Rietberg mit weitem Abstand Platz eins.

Die Ergebnisse im Detail stellten IHK-Geschäftsführer Dr. Christoph von der Heiden, sein Kollege Arne Potthoff, Burkhard Marcinkowski (Geschäftsführer Unternehmerverband), Rietbergs Beigeordneter Andreas Göke und Wirtschaftsförderin Renate Pörtner vor.

Der größte Unzufriedenheitsfaktor

Nicht überraschend kam dabei der größte Unzufriedenheitsfaktor zur Sprache – der Breitbandausbau. Wie Andreas Göke erklärte, hoffe die Verwaltung, dass spätestens zum Jahresende die Gewerbegebiete versorgt seien. »Jedes einzelne Unternehmen im weit gestreuten Außenbereich werden wir aber nicht erreichen können«, so Göke.

Unzufrieden seien die Betriebe, so Marcinkowski, auch mit der Verfügbarkeit von beruflich qualifizierten Fachkräften und der Ausbildungsreife der Jugendlichen.

Firmen finden nicht genug Personal

Die Firmen hätten Probleme, geeignete Kräfte zu finden, selbst wenn der konjunkturelle Aufschwung eine Pause einlegen sollte, werde dieses Thema aufgrund des demographischen Wandels in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Weiterer Störfaktor in der an sich sehr guten Bilanz ist das Fehlen der Anbindung an das Schienennetz. Auch der ÖPNV kommt mit Blick auf eine durchgängige Erreichbarkeit zu den Arbeitszeiten in allen Stadtteilen nicht besonders gut weg.

Stärken seien, sagte Christoph von der Heiden, eine gute Standorterreichbarkeit über die Straßen, die Nähe zu Kunden, die allgemeinmedizinische Versorgung, das kulturelle Angebot und auch Sport- und Freizeitmöglichkeiten.

Insgesamt geben die Unternehmen, die Experten von IHK und Unternehmerverband sehen das Ergebnis als repräsentativ an, der Emsstadt 7,2 von 10 möglichen Punkten. »Das ist ein sehr guter Wert«, so von der Heiden.

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