Besuch in Glogówek: Rietberger überreichen Päckchen für die Seele
»Schön, dass ihr an uns denkt«

Rietberg/Glogówek (WB). Päckchen und Perspektiven: Der jüngste Besuch in der polnischen Partnerstadt hat sich aus Sicht des Komitees Rietberg/Glogówek (Oberglogau) gleich doppelt gelohnt. Vorsitzende Monika Kuper und ihr Team konnten nicht nur zahlreichen wirklich bedürftigen Menschen eine Freude machen, sondern auch Pläne für die Zukunft schmieden.

Montag, 04.02.2019, 10:00 Uhr
Monika Kuper und ihr Stellvertreter Dr. Jacek Sakowski besuchen die Mauerblümchen-Gruppe im örtlichen Kindergarten und haben natürlich auch Geschenke dabei. Seit 1998 besteht die Partnerschaft zu der Stadt in Nähe der tschechischen Grenze.

Groß war die Begeisterung im Altenpflegeheim von Rietbergs Schwesterstadt, als die vierköpfige Delegation aus Dr. Jacek Sakowski, Konrad Oesselke, Monika Kuper und Nimo Sudbrock mit zwei Autos voller »Päckchen für die Seele« nach fast 900 Kilometer langer Anreise eintraf. Strahlende Augen und Tränen der Freude in jedem der unfassbar ärmlich ausgestatteten Zimmer, als die Gäste aus Rietberg von Bett zu Bett gingen, um die liebevoll verpackten Präsente zu übergeben.

Unfassbare Armut im Altenheim

Viele der alten Leute hatten bereits sehnlichst auf den Besuch aus der Emsstadt gewartet. »Schön, dass ihr an uns denkt« oder »Ist das wirklich ganz allein für mich?« lauteten die Reaktionen, als sie die Geschenkkartons auspackten und Schokolade, warme Socken, kleine Kuscheltiere und andere schöne Dinge darin entdeckten.

Besonders nah ging der Gruppe das Schicksal des jüngsten Bewohners der Einrichtung, in der Vierer-Zimmer die Regel sind: Ein 30-jähriger Mann ist seit einem schweren Autounfall körperlich und geistig mehrfach behindert und lebt nun seit zwei Jahren ohne entsprechende Förderung.

Beim offiziellen Empfang im Glogóweker Rathaus dankte der neu gewählte Bürgermeister Dr. Pjotr Bujak dem Komiteevorstand um Monika Kuper für das langjährige Engagement. In Zeiten, in denen es seit 2003 von offizieller polnischer Seite keine Unterstützung für die 1998 gegründete Städteverbindung gegeben habe, seien die Rietberger nicht müde geworden, den Kontakt auf vielfältige Weise aufrechtzuerhalten.

Bürgermeister sichert Unterstützung zu

Dr. Bujak versprach, die deutsch-polnischen Beziehungen auf ein neues Fundament zu stellen. »Die Partnerschaft soll auch von Glogóweker Seite lebendig mitgestaltet werden und jeder, der will, soll mitmachen dürfen«, versicherte er. Das sei unter seinem Vorgänger auf dem Chefsessel im Rathaus bedauerlicherweise anders gewesen. Durch den Wechsel an der Spitze der Glogóweker Stadtverwaltung öffne sich die Tür für eine neue, enge Zusammenarbeit auf allen Ebenen.

Abgerundet wurden die zweieinhalb intensiven Tage in Glogówek für die Delegation aus Rietberg mit Besuchen im örtlichen Kindergarten, in zwei Schulen – eine von ihnen pflegt seit Kurzem einen Jugendaustausch mit der Rietberger Richard-von-Weizsäcker-Gesamtschule –, bei den Geistlichen der katholischen Pfarrgemeinde sowie bei langjährigen Begleitern der Städteverbindung.

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