Pastoraler Raum entsteht: Pfarrheim an der Rügenstraße muss umgebaut werden
»Neue Mitte« verändert sich

Rietberg(WB). Das Herz des historischen Stadtkerns wird sich verändern. Denn: Das Pfarrheim an der Rügenstraße soll umgebaut, eventuell sogar von den Grundmauern auf erneuert werden.

Dienstag, 06.11.2018, 10:00 Uhr
Das Pfarrheim an der Rügenstraße soll sich ganz neu präsentieren. Deshalb kommen auch die drei Giebel weg. Foto: Petra Blöß

Noch sind die Planungen öffentlich nicht spruchreif, allerdings ließ die Stadtverwaltung das Bauvorhaben der katholischen Kirchengemeinden jetzt in einer Ausschussvorlage durchsickern. In der geht es eigentlich um die neue Marktplatzgestaltung und die Rathausvorflächen. Darüber soll in der Sitzung des Bauausschusses am heutigen Dienstag diskutiert werden. Doch zur Realisierung einer »neuen Mitte« gehören auch die Flächen am Pfarrheim.

Weniger Priestern, mehr Gläubige

Die sieben katholischen Gemeinden stehen vor allem logistisch vor einer großen Herausforderung. Mit dem Eintritt des für den Pastoralverbund Kirchspiel Neuenkirchen zuständigen Geistlichen Augustinus Dröge in den Ruhestand im Herbst 2019 geht die Zusammenlegung mit dem zweiten Pastoralverbund Süd einher. Zu 2020 entsteht der sogenannte Pastorale Raum, mit weniger Priestern für mehr Gläubige. Durch den Zusammenschluss wird eine große zentrale Verwaltungseinheit notwendig. Sie muss, wie das WESTFALEN-BLATT berichtete, in der Kernstadt ihre Heimat finden.

Und genau da setzte bisher das Problem an. Es gibt kein geeignetes, schon gar nicht leer stehendes Gebäude. Pastoralverbundsleiter Süd Pfarrer Andreas Zander hatte früh im Jahr eine mögliche Lösung vorgestellt: den Umbau und die Erweiterung des Pfarrhauses, ebenfalls an der Rügenstraße gelegen und dank eines Gartens auch mit einer Erweiterungsfläche versehen. Doch der Denkmalschutz schob den Ansinnen einen Riegel vor. Seither mühten sich die Verantwortlichen um eine nachhaltige Lösung.

Und die scheint jetzt gefunden. Das Pfarrheim bedarf eh einer Modernisierung, ist verwinkelt und nicht sehr funktional. Doch ob das Gebäude bis auf die Grundmauern abgerissen wird, um genau auf diesen einen Neubau zu errichten, oder ob man einen Ausbau favorisiert, das steht, wie das WB aus internen Kreisen erfuhr, noch gar nicht fest. Wohl aber die Tatsache, dass die bisherige optische Gestaltung der Obergeschosse keinen Bestand haben wird.

Frist bis 2020

Gleich drei Giebel sind versetzt hintereinander vorhanden. Sie sollen zu einem aufragenden Giebel verschmelzen und so auch für mehr Platz sorgen. Unberührt von einer Erweiterung oder dem Neubau bleiben die Parkflächen hin zum Rathaus. Die Kirche will die Dimension des Baukörpers halten. In wie weit die Baumaßnahme Auswirkungen auf den Zeitpunkt einer potenziellen Umgestaltung der »neuen Mitte« hat, muss sich noch zeigen. Für die Umgestaltung der kommunalen Flächen zwischen den Rathäusern, dem Pfarrheim und dem Bolzenmarkt gibt es bereits einen Zuwendungsbescheid des Landes über Fördermittel. Sollen diese nicht verfallen, muss die Maßnahme bis Ende 2020 realisiert werden.

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