200 Gäste beim Winterfest der Landwirtschaft in Mastholte Strukturwandel ist spürbar

Rietberg-Mastholte (WB/msc). Der Landwirtschaftliche Ortverband und die Landfrauen Mastholte sind mit ihrem traditionellen Winterfest ins Jahr gestartet. Mit rund 200 Gästen feierten die Landwirte um den Verbandsvorsitzenden Georg Lübbert und Ortslandwirt Klaus Heckemeier im Saal des Hotels Adelmann.

Ralph Brinkhaus, Georg Lübbert, Klaus Heckemeier, Landfrauenteamsprecherin Anita Schnieder, Andreas Sunder, Alexander Hagemeier und Kreislandwirt Heiner Kollmeyer (von links) treffen sich beim Winterfest in Mastholte.
Ralph Brinkhaus, Georg Lübbert, Klaus Heckemeier, Landfrauenteamsprecherin Anita Schnieder, Andreas Sunder, Alexander Hagemeier und Kreislandwirt Heiner Kollmeyer (von links) treffen sich beim Winterfest in Mastholte. Foto: Markus Schumacher

Grußworte der Stadt überbrachte Bürgermeister Andreas Sunder. »Wir müssen etwas für die Infrastruktur im ländlichen Raum machen«, sagte er. »Die Stadt hat in Kauf genommen, dass sich über Jahre der Zustand der Wirtschaftswege verschlechtert hat«, versprach Sunder jetzt Besserung. Im Haushalt sind 500.000 Euro für die Ausbesserung eingestellt. Das sei ein guter Ansatz. Den Breitbandausbau in den ländlichen Gebieten will Sunder auch verbessern. »Die Entscheidung, wer den Zuschlag erhält, steht kurz bevor«, erklärte er. Im Süden sind fast 800 Haushalte deutlich unterversorgt.

Die Grußworte der Mastholter richtete Alexander Hagemeier an die Gäste. Die Zusammenarbeit der Vereine lobte der Vorsitzende des Heimatvereins: »Das ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung unseres Ortsteils.« Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus berichtete über seine Arbeit in Berlin.

Die Landwirte aus Mastholte spüren den Strukturwandel. Alleine in Nordrhein-Westfalen gaben in den vergangenen vier Jahren 1500 Milchviehproduzenten auf. Die zwischenzeitliche Erholung am Schweine- und Milchmarkt habe die Lage auf den Höfen nicht entspannt, war zu hören.

Die Theaterstücke der Landfrauen durften nicht fehlen. Alleinunterhalter Hubert Meiwes aus Nordhagen reizte die Lachmuskeln: »Wenn Pfarrer Zander vom Teufel spricht, kannst du den Schwefel in der St.-Jakobus-Kirche aufsteigen sehen«, scherzte Meiwes. Über die Beziehung zu den Nachbarn aus Westenholz (»Westendholz«) hatte der Bauer manch eine Schote parat. Und in Bokel sollen bei der Bundestagswahl die Bleistifte so eng angebunden gewesen sein, dass alle ihr Kreuz nur ganz oben machen konnten.

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