Löschzug Neuenkirchen zieht Jahresbilanz – Beförderungen und Ehrungen 87 Mal Alarm im Gerätehaus

Rietberg-Neuenkirchen (pkb). Statistisch ist die Zahl der Einsätze für den Löschzug Neuenkirchen der Freiwilligen Feuerwehr gestiegen, von 80 auf 87. Doch nicht hinter jeder Zahl verbirgt sich ein Schadensereignis. Gleich 18 Mal nämlich gab es Fehlalarme, fast doppelt so viele wie in 2016. Da waren es zehn. 

Beförderungen und Ehrungen

Ausgesprochen wurden auch Beförderungen. Christopher Bonen, Jan Schembecker, Jonas Schröder und Daniel Tegethoff tragen nun den Titel eines Feuerwehrmannes, Gina Settertobulte den einer Feuerwehrfrau. Oberfeuerwehrleute sind Manuel Böhle und Alexander Kieke. Zum Brandmeister wurde Benedikt Dorn ernannt.

Im Rahmen der Ehrungen stand auch Löschzugführer Michael Schnatmann im Mittelpunkt, er erhielt die Würdigungen für 35 Jahre aktiven Dienstes. Seit zehn Jahren sind Maximilian Kieke, Jonas Pauleikhoff und Timo Settertobulte dabei, seit 40 Jahren Helmut Hermes. Vor 60 Jahren traten Alfons Austermann und Arnold Ridder ein.

Fünf Groß-, neun Mittel- und zehn Kleinbrände galt es in diesem Jahr zu bekämpfen. Das entspricht exakt den Vorjahres-Werten. Reduziert von 17 auf 12 haben sich die sogenannten Ölbekämpfungen, es gab zudem 25 technische Hilfeleistungen, zumeist bei Verkehrsunfällen.

16 Mal eilten die Blauröcke aus dem Wapeldorf den Nachbarwehren zu Hilfe, das Gros entfiel hier auf Schadensfälle in Rietberg (10). 1906 Einsatzstunden, 35 Prozent weniger als im Vorjahr, bilanzierte Schriftführer Meinolf Schröder beim Jahresabschlusstreffen im Feuerwehrgerätehaus, diese Zahl wird allerdings, sollte es bis zum 1. Januar noch weitere Notfälle geben, am 2. Januar aktualisiert.

2930 Stunden waren es in 2016 bei Einsätzen aller Art. Um knapp 100 auf 2504 stiegen die Übungsstunden an, durchschnittlich waren 38 Aktive an den 33 Dienstabenden dabei. Mannstark beteiligten sich die Feuerwehrleute an der stadtweiten Übung bei der Firma Lear im Oktober.

Aktuell engagieren sich 54 Männer und sechs Frauen im Löschzug, jüngste Aktive ist mit 18 Jahren Gina Settertobulte, ältester der frühere Löschzugführer Christian Uhr mit 58 Jahren. Das Durchschnittsalter beträgt 34 Jahre.

Wie Meinolf Schröder weiter berichten konnte, ist der Ausbildungsstand hoch, weil  eine Vielzahl von Kameraden an Seminaren und Fortbildungsschulungen am Kreisfeuerwehrinstitut in St. Vit, aber auch an der Münsteraner Fachschule teilgenommen haben. Funkerausbildung, Kurse für Atemschutzgeräteträger, Maschinisten, technische Helfer, ABC-Aktive, Truppführer, für Türöffnungen, die richtige Bedienung von Kettensägen, für Absturzsicherung und Fahrsicherheit wurden gleich von mehreren dutzend Blauröcken wahrgenommen.

Viele Ortsbegehungen

Die realitätsnahe sogenannte Heißbrandausbildung nahmen Petra Hemel, Thomas Hesse, Alexander Kieke, Dirk Österschlink, Michael Ridder, Timo Settertobulte, Philipp Uhr, Sebastian Waldmann, Manuel Böhle, Elisa Börger, Jens Kleinegesse, Günter Settertobulte, Marcel Strickmann und OIiver Theilmeier auf sich.

Neben den Fortbildungen und praktischen Übungsabenden gehörten auch intensive Ortsbegehungen in den Terminplan. So informierten sich die Wehrleute im Neubau an der Langen Straße, in der Kindertageseinrichtung der Firma Stükerjürgen, im Bürogebäude der Firma Kühlmann, in den Firmen Knaup und Rehkemper sowie mehreren weiteren Objekten ganz genau über die örtlichen Gegebenheiten. 

Zahlreiche gesellschaftliche Verpflichtungen wie Besuche bei befreundeten Wehren wurden absolviert, dazu erneut das eigene große, zweitägige Feuerwehrfest organisiert. Wieder kamen hunderte von Besuchern zum Gerätehaus, um sich zu informieren und bei praktischen Vorführungen wie der Unfallrettung die Arbeit der Blauröcke genauer kennen zu lernen.

Engen Kontakt halten die Aktiven mit der Alters- und Ehrenabteilung, für die gleich mehrere Festivitäten ausgerichtet worden sind.

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