Nach Spitzenwerten von mehr als 600 Personen im Jahr 2016 sind es jetzt 356 Zahl der Asylbewerber sinkt weiter

Rietberg (WB/pkb). Die Zahl der in der Stadt Rietberg untergebrachten Asylbewerber sinkt kontinuierlich. Längst ist man von den Spitzenwerten mit mehr als 600 Personen, die es im ersten Quartal 2016 waren, weit entfernt. Zum 1. Juni waren noch 356 Asylbewerber gemeldet.

Die Hundewiese neben der Unterkunft für Asylbewerber am Bibeldorf ist verschwunden. Dort wird neuer Rasen gesät.
Die Hundewiese neben der Unterkunft für Asylbewerber am Bibeldorf ist verschwunden. Dort wird neuer Rasen gesät. Foto: Petra Blöß

Und die zuständige Fachabteilung im Rathaus geht davon aus, dass der Trend so weiter geht. In der kommenden Sitzung des Schul- und Sozialausschusses soll die neueste Entwicklung öffentlich vorgelegt werden. »Im Bereich der Flüchtlingsbewegungen ist es seit mehreren Monaten zu einer deutlich spürbaren Entlastung gekommen. Insgesamt kamen in den ersten Monaten im gesamten Bundesgebiet noch knapp 77 000 Flüchtlinge ins Land. Dieser Rückgang der Zahlen ist auch für Rietberg spürbar«, heißt es in der Vorlage zur Sitzung. »Nach einer längeren Zuweisungspause in 2016 wurden zwar ab Oktober wieder Flüchtlinge zugewiesen, mit insgesamt 98 Personen hat es aber eine spürbare Entlastung gegeben.«

40 bis 50 Neuzuweisungen werden erwartet

Bürgermeister Andreas Sunder: »Die Prognosen für das weitere laufende Jahr setzen zunächst voraus, dass die aktuelle Situation und die heutigen Rahmenbedingungen konstant bleiben. Unter diesen Vorgaben geht man für ganz Nordrhein-Westfalen von rund 45 000 Personen aus.« Anders als in der Vergangenheit würden Verfahrensentscheidungen nun häufig gleich bei der Ankunft in der Erstaufnahme getroffen. Damit würden nicht mehr alle Schutzsuchenden in die Kommunen durchgewunken. »Nach dem bestehenden Verteilungsschlüssel dürfen wir für Rietberg mit rund 40 bis 50 Neuzuweisungen für das laufende Jahr rechnen«, so Sunder.

Das Bundesamt für Migration könne momentan mehr Entscheidungen als bisher treffen. So wurden fast 300 000 Verfahren allein bis Ende April durchgezogen. Ungeachtet der Tatsache, dass die Zahlen kleiner werden und auch im Stadtgebiet schon 250 Personen weniger leben, wird an der Unterkunft am Bibeldorf derzeit seitens der Stadt fleißig gewirbelt. Seit zwei Wochen ist die Hundewiese geschlossen, neuer Rasen eingesät. Auch ein Spielplatz soll noch hergerichtet werden.

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