Umbau der Pferdeställe schon genehmigt – SPD verärgert über Informationspolitik Gut Rietberg: 20 Wohnungen entstehen

Rietberg (WB). Im Bereich der früheren Schlossanlagen, dort, wo jahrzehntelang ein Vollblutgestüt untergebracht war, werden bald die Handwerker anrücken. Eigentümer Carl Philipp Tenge-Rietberg will frühere Pferdeställe zu Wohnungen umbauen lassen. Das geht aus Unterlagen hervor, die die Stadtverwaltung für den anstehenden Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss zur Verfügung gestellt hat.

Von Stefan Lind

Bürgermeister Andreas Sunder nimmt in der Vorlage für die Sitzung Stellung zu einer Anfrage der SPD-Fraktion vom Februar dieses Jahres. Er weist darauf hin, dass dem Grundstückseigentümer mit Datum vom 10. August 2015 »die bauordnungsrechtliche Genehmigung zur (...) Nutzungsänderung von einem Teil der Stallungen zu Wohnzwecken auf dem Gut Rietberg erteilt worden« sei. Geplant ist, bis zu 20 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 1776 Quadratmetern Fläche einzurichten.

Die Kommunalpolitik war im Vorfeld nicht eingebunden und nicht einmal darüber informiert. So zumindest stellt es SPD-Fraktionsvorsitzender Gerd Muhle dar, der im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT feststellt, er habe »mit Entsetzen« zur Kenntnis genommen, dass eine Entscheidung bereits vor mehr als eineinhalb Jahren getroffen worden sei: »Das lassen wir uns so nicht gefallen.« Dieses »ungeheuerliche Verhalten« der Verwaltung gegenüber der Politik werde nicht ohne Folgen bleiben. Einer vertrauensvollen Zusammenarbeit sei das nicht dienlich.

Der Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss tagt am Dienstag, 28. März, um 17 Uhr im Ratssaal des Progymnasiums.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Mittwoch, 22. März, im WESTFALEN-BLATT, Seite Rietberg.

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