Rheda-Wiedenbrück
Motorisierter Verkehr wird eingeengt

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Für Auto- und Radfahrer, ja selbst für Fußgänger ist der Bereich rund um die Bahnhofstraße in Rheda nur unter erschwerten Bedingungen passierbar. Zunächst werden dort die 60 Jahre alten Mischwasserkanäle ausgetauscht, anschließend geht es an den Oberbau.

Mittwoch, 07.04.2021, 18:08 Uhr aktualisiert: 07.04.2021, 18:46 Uhr
Nichts geht mehr: Nachdem zunächst der Kreisverkehr unmittelbar vorm Bahnhof instandgesetzt worden war, frisst sich nun schon seit einigen Wochen auf einer Breite von bis zu 15,5 Metern schweres Gerät durch den Untergrund in Richtung Rathaus.

Nachdem zunächst der Kreisverkehr unmittelbar vor dem Nahverkehrsknotenpunkt instandgesetzt worden war, frisst sich nun schon seit einigen Wochen auf einer Breite von bis zu 15,5 Metern schweres Gerät durch den Untergrund in Richtung Rathaus. Etwa ein Jahr lang sollen die Arbeiten anhalten. 

Land fördert Maßnahme

60 Jahre hat der alte Mischwasserkanal aus Beton inzwischen auf dem Buckel, der in einem ersten Schritt freigelegt und dann gegen Kunststoffröhren ausgetauscht wird. Damit die Beschäftigten des Gütersloher Tiefbauunternehmens Gröschler bei ihrem Tun auf dem 4500 Quadratmeter großen Baufeld nicht mit dem in Berührung kommen, was aus den Hausanschlüssen strömt, werden die Zuläufe zwischenzeitlich mit Blasen verschlossen. 500.000 Euro sind allein für diesen Teil der Maßnahme eingeplant. Ein Förderbescheid aus Düsseldorf liegt bereits seit Mitte Dezember 2019 vor. Das Land übernehme 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, heißt es aus dem Rathaus. 

Weitere 900.000 Euro sollen in den Ausbau der Bahnhofstraße selbst fließen. Den Fußgängern gesteht man den Planungen zufolge Gehwege von mindestens drei Metern Breite zu, für Radfahrer werden separate Spuren auf dem Asphalt eingezeichnet. Motorisierte Verkehrsteilnehmer müssen künftig mit deutlich weniger Aktionsradius – die ursprüngliche Dimensionierung wird um annähernd 40 Prozent verkleinert – auskommen. 

Geschäfte erreichbar

Derzeit beschränken sich die Arbeiten auf den 280 Meter langen Abschnitt zwischen Bahnhofskreisel und Neuer Wall. Die Geschäfte, Arztpraxen, Wohnungen sowie andere Einrichtungen sind zumindest fußläufig erreichbar und sollen es auch weiterhin bleiben. 

Im Sommer zieht die Kolonne der Firma Gröschler weiter Richtung Fontainestraße. Nach der Kanalsanierung und Neugestaltung dürften sich vor allem Radfahrer und Fußgänger künftig sicherer fühlen. Bereits im Oktober 2013 war die Verkehrsbelastung auf der Bahnhofstraße in Höhe der Einmündung Kleine Straße über mehrere Tage erfasst worden. Bis zu 6000 Blechkarossen zählte man binnen 24 Stunden – bei einem Schwerlastanteil von dreieinhalb Prozent. In der Spitze passierten 530 Fahrzeuge in der Stunde die Messstelle. Obendrein beobachteten die Fachleute „erhöhten Stellplatzdruck und Parksuchverkehre“.

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