Rheda-Wiedenbrück
Tief Tristan lässt niemanden kalt

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Die Bilder, die das Tief Tristan zeichnet, sind solche, die nachhaltig in Erinnerung bleiben werden. Es ist lange her, dass die Rheda-Wiedenbrücker solche Schneemengen vor ihren Haustüren liegen hatten. Zu gravierenden Problemen hat das offenbar nicht geführt.

Sonntag, 07.02.2021, 11:39 Uhr aktualisiert: 07.02.2021, 17:31 Uhr
Naomi Naoum (19) und Tim Kleinhaus (21) räumen am Sonntagmorgen den Gehsteig an der Neuenkirchener Straße in Rheda frei.

Das sagte am Sonntag Christian Dresmann, ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr in der Doppelstadt. Es habe weder in der Nacht noch am Morgen Einsätze gegeben, die witterungsbedingt gewesen seien. „Alles sehr entspannt“, zog der Blaurock aus Rheda eine vorläufige Bilanz.

Nur Blechschäden

Weil andauernder Schneefall, Verwehungen und Glatteis deutlich die Unfallgefahr erhöhen, hatte die Polizei im Kreis Gütersloh bereits am Samstag eine Empfehlung ausgesprochen: Wer nicht unbedingt vor die Tür müsse, solle bitte das Haus hüten. Und weil sich die Menschen offenbar an dem Rat der Ordnungshüter orientierten, blieb es auch bei ihnen verhältnismäßig still. Bei dem halben Dutzend Verkehrsunfällen, die sich ereigneten, blieb es bei Blechschäden.

Richtig rund ging es für die Beschäftigten des städtischen Baubetriebshofs. Seit dem frühen Sonntagmorgen waren die Räumfahrzeuge im Einsatz, den ersten Schichtwechsel gab es am Mittag. Martin Pollklas, Pressesprecher im Rathaus, ging davon aus, dass die Mitarbeiter auch in der darauffolgenden Nacht im Einsatz sein würden, „schließlich sind weitere Niederschläge angekündigt worden“. Darüber hinaus bestätigte er den Eindruck von Feuerwehr und Polizei: „Alles ruhig.“

Kategorie I hat Priorität

Priorität genossen am Sonntag die Straßen der Kategorie eins, sprich die üblicherweise besonders stark frequentierten und wichtigen Verbindungen. Zwei große Räumfahrzeuge stünden dafür beim Baubetriebshof zur Verfügung. Zwei kleinere Modelle nähmen sich insbesondere schmale Wege und Bürgersteige vor. Die Autos mit den Nummern fünf und sechs stehen den Mitarbeitern zur Verfügung, die zu den „Handtruppen“ gehören.

Weitgehend frei

Während die Straßen weitgehend frei von Verkehr waren, gab es in sozialen Netzwerken wie Facebook jede Menge Gesprächsbedarf: Die einen suchten dringend Schneehosen für Kinder, andere waren bemüht, irgendwo einen Schlitten aufzutreiben, der ungenutzt im Keller steht, oder boten Mietmaschinen zum Freiräumen von Haus und Hof an.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7805003?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730030%2F
Spahn mahnt zu «Umsicht beim Öffnen» und sagt mehr Tests zu
Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, bei der 215. Sitzung des Bundestags.
Nachrichten-Ticker