Rheda-Wiedenbrück
Mitarbeiter werkeln für den Saisonstart

Rheda-Wiedenbrück (eph) - „Das muss in die Zeitung!“ Theo und Maria, unterwegs in der „Flora“, haben sich bei einer zufälligen Begegnung regelrecht begeistert gezeigt: „Dieses Engagement verdient Respekt. Darüber muss man berichten.“

Dienstag, 02.02.2021, 20:30 Uhr aktualisiert: 02.02.2021, 20:46 Uhr
Trugschluss: Nur an der Oberfläche ruht im Wiedenbrücker Freibad der Betrieb. Hinter den Kulissen ist das Mitarbeiterteam bereits emsig dabei, die beliebte Sportstätte an der Rietberger Straße für die neue Saison herzurichten. Unter anderem stehen Malerarbeiten an. 

Was die Aufmerksamkeit der beiden Wiedenbrücker erregt hatte: Bei einem winterlichen Spaziergang hatten sie aus dem Freibad an der Rietberger Straße Arbeitsgeräusche vernommen. Als sie der Sache nachgingen, trafen sie im Umkleidebereich auf Schwimmmeister Horst Brinkmann und sein Mitarbeiterteam. Die städtischen Badangestellten waren in die Rolle von Malern geschlüpft und gerade dabei, den Schränken eine frische Optik zu verpassen. Der Geruch von Farbe, er liegt auch eine Weile später noch in der Luft. Horst Brinkmann, Ina Linnenkamp, Elke Seifert und Jan Micke haben umfangreich saniert, renoviert und dabei ganze Arbeit geleistet.

Spinde werden farblich angepasst

Im vergangenen Jahr – vor dem Beginn der Saison – hatte der kommunale Fachbereich Immobilienmanagement sämtliche Wechselzellen und Sammelumkleiden erneuert. Schon danach hatte sich der Eindruck durch das Silbergrau und Grün der Türen deutlich verbessert. Jetzt ging es darum, die vier Dekaden alten, bis dato unifarbenen Spindschränke der 64 Jahre alten Sportstätte im Aussehen den Türen anzupassen. Auch die WC-Türen und Seifenspender erhielten einen Anstrich in den neuen Farben. Da das Hallenbad aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen ist, führten die Mitarbeiter, die außerhalb der Freiluftsaison dort Dienst tun, diese Aufgabe eigenhändig aus. „Mittlerweile sind alle Spinde gestrichen, und die Arbeiten sind wirklich toll geworden“, betont Nadine Theuerkauf vom zuständigen Fachbereich gegenüber dieser Zeitung. „Wir mussten jedes Türschloss vorher aus- und hinterher wieder einbauen. Das war eine Menge Arbeit“, sagt Horst Brinkmann.

Doch nun erstrahlen Toiletten und Garderoben in frischem Glanz und warten auf die ersten Badegäste der Saison. Wann diese beginnt, ist zurzeit noch unklar. Üblicherweise lädt die Freiluft-Sportstätte in Rheda am 1. Mai zum Antrittsbesuch ein, die in Wiedenbrück 14 Tage später. Auf diese planmäßige Öffnung bereitet sich das städtische Bäderteam in der Hoffnung vor, dass die Eindämmung der Viruskrise im Frühjahr erfolgreich verläuft. Wie es seitens der Verwaltung heißt, werden ab März alle jährlich notwendigen Maßnahmen getroffen, um beide Einrichtungen für den Start herzurichten. Mit Blick auf die Corona-Schutzverordnung werden vermutlich auch 2021 Hygienemaßnahmen den Betrieb einschränken. Zum Schutz der Bürger werde die Lage sorgfältig beobachtet, heißt es.

Maulwürfe nehmen Grünanlagen in Beschlag

Darauf, dass der Sprung in die 23 Grad warmen Fluten in diesem Jahr wegen der Hallenbad-Schließung noch vor dem 1. Mai möglich sein wird, gibt es aktuell keine Hinweise. Horst Brinkmann und sein Team tun jedenfalls derzeit – ebenso wie die Rhedaer Kollegen Vanessa Müller, Ariane Gerhardt, Max Schröter, Sina Walpuski und Azubi Leon Pech – alles dafür, die Freiluft-Sportstätten frühzeitig herzurichten. Die Pumpen und anderes Equipment werden laufend gewartet. In Rheda sind die Schwimmmeister zudem dazu übergegangen, die von Maulwürfen okkupierten Grünanlagen in Ordnung zu bringen.

Letzte Maßnahme vor der Öffnung der Bäder ist die Reinigung der Becken. „Dafür benötigen wir rund sechs Wochen, weshalb wir in Wiedenbrück damit in der Regel um den 1. April herum beginnen“, erläutert Horst Brinkmann. Zuvor wird der Schwimmmeister allerdings noch seinen verdienten Jahresurlaub antreten. Weil er während des Sommers mehr oder weniger unabkömmlich ist, erholt er sich von den Strapazen seiner Arbeit in der Regel eine Woche nach Schließung der Kasse und damit des Betriebs. Ende Februar tankt er dann üblicherweise noch einmal Energie für die kommende Saison.

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