Rheda-Wiedenbrück
Corona-Topf noch nicht ausgeschöpft

Rheda-Wiedenbrück (kaw) - Ende März ist der Corona-Hilfsfonds bei der Stadt eingerichtet worden, nachdem das Unternehmen Tönnies die Initiative ergriffen und die Anschubfinanzierung gegeben hatte. Wie die Stadt auf Nachfrage mitteilt, erfährt das Hilfsangebot guten Zuspruch.

Donnerstag, 07.01.2021, 17:35 Uhr aktualisiert: 07.01.2021, 18:01 Uhr
Traurige Angelegenheit: Die Aufführung des Musicals „Der Medicus“ musste ausfallen, und damit entfielen Einnahmen für die Musical-Fabrik in Rheda.

Sie kümmert sich um die Organisation des Angebots und Verteilung der Gelder. Bislang sind laut Auskunft aus dem Rheda-Wiedenbrücker Rathaus rund 470 000 Euro ausgezahlt worden. Zirka 100 000 Euro können noch ausgegeben werden. Das Angebot dient dazu, denjenigen finanzielle Entlastung zu bieten, die unmittelbar durch die Coronakrise in Not geraten sind und weder Mittel aus der Soforthilfe der Bundes- und Landesregierung erhalten würden noch monetäre Unterstützung durch das Jobcenter.

110 Anträge eingegangen

Stadtpressesprecherin Lena Henkenjohann informiert auf Anfrage dieser Zeitung: „Insgesamt sind aktuell 110 Anträge von Bürgern, Vereinen und Institutionen im Rathaus eingegangen.“ Darüber, ob jemand in den Genuss einer Zuwendung gelangt oder nicht, werde folgendermaßen entschieden: „Jeder Antrag wird genauestens durch die Stadtverwaltung geprüft. In die Entscheidung über die Auszahlung sind je nach Hintergrund des Antrags die jeweiligen Fachabteilungen eingebunden. Die Koordination erfolgt über das Bürgermeisterbüro.“ Zu jedem Antrag werde ein individuelles Projektblatt erstellt.

In Fällen, in denen die Verwaltung womöglich nichts aus dem Corona-Topf ausschütten kann, versucht sie mit weiterführenden Informationen Rat zu leisten. Sollten Ansprechpartner etwa keinen Anspruch auf Fondsmittel haben, aber von anderen Hilfsprogrammen profitieren können, werden sie von der Emskommune laut eigener Auskunft an die entsprechenden Stellen weitergeleitet.

Tönnies legt Grundstock

Den Grundstock hatte das Unternehmen Tönnies im März mit 500 000 Euro gelegt. Seinerzeit hatte Clemens Tönnies erläutert, dass eine zielgerichtete, schnelle und unbürokratische Hilfe für Familien, Einzelpersonen und gemeinnützige Institutionen aus der Doppelstadt an der Ems im Vordergrund stünde. Seine Einladung an andere Spender, sich in den Fonds einzubringen, fiel auf fruchtbaren Boden. Das Simonswerk Rheda stellte zusätzliche Mittel zur Verfügung. Weiterhin steuerten die heimische Firma Effertz sowie zudem weitere private Spender Geld bei, so dass letztlich die Summe im Pandemie-Topf auf 570 000 Euro anwuchs

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