Rheda-Wiedenbrück
Schluss mit Flickwerk am Kanusteg

Rheda-Wiedenbrück (lalü) - Eine Absperrung mit Gittern und Flatterband um den teilweise demontierten Steg am Emsufer in Höhe des Schul- und Sportzentrums Burg kündet von dem Vorhaben: Bis zum Beginn der Wassersportsaison soll laut Stadt der Kanusteg wieder verkehrssicher gemacht werden.

Freitag, 01.01.2021, 16:44 Uhr aktualisiert: 01.01.2021, 17:16 Uhr
Immer wieder liegt der Kanusteg an der Ems in Höhe der Burg in Wiedenbrück unter Wasser: Holzteile und Stützen der 25 Jahre alten Anlage sind vermodert. Die Sanierung wird derzeit technisch geplant. So lange wird der Steg gesperrt bleiben.

Der Zahn der Zeit und Veränderungen im Umfeld haben dem rund 25 Jahren alten Steg zugesetzt. Seinerzeit hatte ihn der Kanuclub mit Unterstützung der Unteren Wasserbehörde beim Kreis Gütersloh errichtet. Inzwischen ist vor etwa zehn Jahren der Wasserspiegel durch Aufstauung der Ems für den Stadtgraben an der Reumont-Promenade dauerhaft um zehn Zentimeter angehoben worden, was durch die Auflage von Steinen ausgeglichen wurde. Dieses zusätzliche Gewicht und Unterspülungen sind Faktoren, die die Standsicherheit der Anlegestelle gefährden. „Mit unseren üblichen Flickarbeiten ist es da nicht getan“, erkannten Rainer Peitz und Stefan Barwich als Vorstandssprecher des Kanuclubs Wiedenbrück-Rheda (KCWD).

Bedarf ist groß

Im Club sind rund 200 Menschen zusammengeschlossen, darunter mehr als 60 Kinder und Jugendliche. Fast alle sind als Kanuten aktiv, denn der Steg liegt nur wenige Schritte vom Bootshaus entfernt, in dem rund 140 Wasserfahrzeuge bereitliegen. Im Sommerhalbjahr gehen vor dort aus normalerweise täglich Trainingsgruppen auf die Ems und starten ihre rund zwei Kilometer langen Übungsfahrten. Es herrscht also Bedarf für eine sichere Anlegemöglichkeit, den die Stadt gern zeitgerecht decken möchte.

Nach der Entfernung einer vorgehängten und vermodernden Balkenlage durch den Bauhof werden nun innerhalb der Stadtverwaltung die technischen Bedingungen für die Methode der Sanierung des Bootstegs geklärt. Mit der Unteren Wasserbehörde beim Kreis werden dazu die Bedingungen abgestimmt. Für die Umsetzung orientiert sich die Stadtverwaltung mit dem federführenden Sportamt an Steg und Slalomstrecke des Wiedenbrücker Ratsgymnasiums. Erkennbar ist auch, dass die Slalomstrecke oberhalb der Anlegestelle saniert werden muss. Der Anstieg des Wasserpegels hat den Untergrund der alten Aufstellständer aufgeweicht. Es müssen größere und besser gegründete platziert werden, um die Seile sowie Torstangen wieder sicher für die Wassersportler anhängen zu können. Mehr als die Hälfte der Trainingsstrecke haben die Vereinsmitglieder mit Hilfe von Sponsoren im vergangenen Sommer neu errichtet. Nun benötigen sie die Hilfe von Profi-Gerät für die restlichen 150 Meter bis zum Abgang der Umflut in Richtung Freibad. Auch dieser Teil der Instandsetzung wird mit der Stadt vorbereitet.

Auch Schüler nutzen Anlage

Der rund 200 Mitglieder zählende Kanuclub Wiedenbrück-Rheda ist nicht der einige Nutzer der Anlage und Trainingsstrecke. Auch Sportgruppen der Osterrath-Realschule und der Gesamtschule Wiedenbrück starten dort. Zudem üben an der Stelle Feuerwehr-Kräfte die Wasserrettung. Trotzdem war der Verein selbst aktiv geworden und hatte die Förderung der Sanierungsmaßnahme mit Landesmitteln aus dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ beantragt. „Doch da der Verein leider nicht Eigentümer des Geländes oder langfristiger Pächter ist, entfiel vor der endgültigen Förderentscheidung eine wesentliche Voraussetzung für die Bezuschussung durch das Land Nordrhein-Westfalen“, erklärt KCWD-Vize Stefan Barwich. Er sagt: „Jetzt freuen wir uns über die Kooperation mit der Stadtverwaltung, die ihre Sanierungs-Erfahrungen mit der neu gegründeten Steganlage am Ratsgymnasium einbringt.“

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