Rheda-Wiedenbrück
Masken: Stadt setzt auf Freiwilligkeit

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Die Stadtverwaltung hat am Freitag damit begonnen, in Rheda und Wiedenbrück Schilder anzubringen und damit das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen zu empfehlen. Von einer generellen Plicht könne jedoch keine Rede sein. Es sei ein Appell, sagt Bürgermeister Theo Mettenborg.

Freitag, 04.12.2020, 18:30 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 19:01 Uhr

Man wolle ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es mehr denn je gelte, Abstände einzuhalten, Masken anzulegen und sich sowie andere vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, erläuterte der Verwaltungschef.

Ordnungskräfte kontrollieren

Ordnungskräfte sind Mettenborg zufolge zu Stoßzeiten verstärkt unterwegs, um mit Augenmaß die Menschen zur Einhaltung der Regeln anzuhalten. Häufig ist es eine schwierige Frage der Definition: Denn laut Landesverordnung herrscht vor Geschäften und auf Parkplätzen inzwischen generell eine Maskenpflicht. In dem Zwischenraum – der ist in Einkaufszonen in der Regel nicht allzu groß – setzt Rheda-Wiedenbrück auf Freiwilligkeit.

Nach einigen Tagen wolle man die Situation neu bewerten, sagte Mettenborg. Dazu würden dann auch die Kaufleute gehört. Auf eine Allgemeinverfügung, wie sie beispielsweise in Gütersloh gilt und die eine generelle Maskenpflicht im Innenstadtbereich zum Inhalt hat, möchte der Verwaltungschef verzichten. „Das ist das letzte Mittel.“ Schließlich sei das immer auch eine Frage der Akzeptanz. „Ich hoffe, dass keine weiteren Schritte notwendig sind.“

Inzidenzwert soll unter 200 fallen

Mettenborg ist zuversichtlich: „Wir werden das als Stadtgemeinschaft gut miteinander gelöst bekommen.“ Die Verwaltungsspitze stehe in ständigem Austausch mit den zuständigen Gesundheitsbehörden. Man setze alles daran, den Inzidenzwert unter 200 zu bekommen – auch, um den Betrieb in Schulen und Kindergärten aufrechterhalten zu können. Die hohe Zahl an Neuinfektionen sei kein Grund zur Panik, „aber ein guter Grund, Maske zu tragen“, sagt Mettenborg.

Nur wenige Uneinsichtige

Grundsätzlich hätten die Mitarbeiter im Außendienst, die ein Auge auf der Einhaltung der Regeln zur Eindämmung des Infektionsgeschehens haben, nur wenige unangenehme Erfahrungen gemacht. Das Gros derer, die angesprochen worden seien, habe verständnisvoll reagiert. Nur vereinzelt sei das Team Personen begegnet, die sich uneinsichtig gezeigt hätten. Insofern hält sich das Aufkommen an mit Bußgeldern verbundenen Ordnungswidrigkeitsverfahren im Rahmen.

„Das Tragen einer Maske im Kampf gegen die Pandemie ist ein wirksames Mittel. Daher appelliere ich an alle, in den ausgewiesenen Bereichen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu nutzen“, betont Mettenborg.

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