Rheda-Wiedenbrück
Zwei Coronafälle im Seniorenheim

Rheda-Wiedenbrück (kaw) - Im Wiedenbrücker Altenwohnenheim St. Aegidius gibt es zwei Coronafälle. Betroffen sind eine Mitarbeiterin sowie eine Person aus dem Kreis der 91 Bewohner, wobei letztere symptomfrei sei. Das berichtet Karl-Wilhelm Koppers, Leiter des Hauses am Drostenweg.

Dienstag, 10.11.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 10.11.2020, 19:16 Uhr

Nachdem am Donnerstag bekanntgeworden war, dass eine Kraft mit dem Coronavirus infiziert ist – sie befinde sich in Quarantäne – seien am Freitag die insgesamt mehr als 200 Mitarbeiter und Bewohner des Hauses getestet worden, informiert Koppers. So sei der zweite Fall erkannt worden. Die betreffende demente Person sei sofort separiert worden und erhalte eine Eins-zu-Eins-Betreuung. Wo, beziehungsweise bei wem sich die Infizierten angesteckt haben, könne man nicht feststellen. Koppers betont zugleich: „Unsere Mitarbeiter arbeiten alle mit Maske.“

„Wir haben das Nötige getan“

Er geht davon aus, dass man sich aufgrund des aktuellen Geschehens keine Sorgen vor weiterer Ausbreitung im Haus machen müsse. „Wir haben das Nötige getan“, sagt er. Wenngleich er froh darüber gewesen sei, dass das St.-Aegidius-Altenheim bisher von dem Virus verschont geblieben sei, habe er sich nie der Illusion hingegeben, dass es nicht auch diese Einrichtung treffen könne. Das gelte nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Verschärfung der Krise: „Wir betrachten die allgemeine Entwicklung mit Sorge.“ Für eine weitere Person aus der Bewohnerschaft, die sich im Krankenhaus befindet und mit dem Coronavirus infiziert sei, schließt er aufgrund zeitlicher Abläufe aus, dass sich diese im Heim angesteckt habe.

In der Wiedenbrücker Einrichtung unter Trägerschaft des „Vereins katholische Altenhilfeeinrichtungen“ (VKA) wird laut Koppers der Besuch gegenwärtig so geregelt, dass dieser nach telefonischer Voranmeldung dienstags bis sonntags an fünf Stunden möglich sei.

Sicherheitskonzept entwickelt

Zum Sicherheitskonzept gehöre etwa die Einhaltung der Hygieneregeln und die Temperaturmessung. Die Registrierung der Besucher erfolge durch das Heimpersonal: „Dafür geht eine gute volle Stelle drauf“, sagt der Leiter, der vor dem Hintergrund der Coronakrise betont: „Die zusätzliche Belastung der Mitarbeiter muss im Rahmen bleiben.“ Dies auch mit Blick auf die künftigen Point-of-Care (Poc)-Schnelltests, für deren Durchführung noch Personal geschult werden müsse. Koppers begrüßt das Instrument der Antigen-Tests, mit deren Hilfe nach 15 Minuten ein Ergebnis vorliege. Das sei zwar nicht so sensitiv wie ein PCR-Test, aber „gut, um einen ersten Anhaltspunkt zu haben“.

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