Rheda-Wiedenbrück
ORS: Schüler und Lehrer infiziert

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Fünf Zehntklässler der Osterrath-Realschule (ORS) sind positiv auf das Coronavirus getestet worden, davon vier Kinder in der 10a und eins in der 10d. Zudem ist eine Lehrkraft betroffen. Dies bestätigte Christian Röwekamp, stellvertretender Leiter der Einrichtung.

Montag, 09.11.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 09.11.2020, 20:31 Uhr

Laut Röwekamp befinden sich sämtliche Zehntklässler – das sind 113 Heranwachsende – in Quarantäne. Der stellvertretende Leiter der Einrichtung am Burgweg in Wiedenbrück appelliert an die Eltern, sich an die Maßgaben des Gesundheitsamts zu halten, wonach die Zehntklässler „keinerlei Kontakt zur Außenwelt“ haben dürften. „Dies ist absolut wichtig, um die Infektionskette zu unterbrechen. Dies gilt auch für die Geschwisterkinder der positiv getesteten Kinder“, erläutert Röwekamp. Er berichtete, dass seitens des Gesundheitsamts eine Reihentestung der Zehner geplant sei, was der Kreis bestätigte, ohne nähere Angaben zu machen. 

Warten auf die Ergebnisse

Die Kinder, die von der erkrankten Lehrkraft unterrichtet worden waren, mussten Freitag laut Information der Schule zuhause bleiben. Dies betraf die 6c, 7a, 7d, 9a, 9c sowie sämtliche zehnte Klassen. Bis auf Letztere wurden die Schüler der genannten Klassen als unbedenklich eingestuft und durften seit Montag wieder an der ORS unterrichtet werden. 

Aufgrund des Infektionsgeschehens müssen auch einige Lehrpersonen der ORS fernbleiben, informierte Röwekamp, der zurzeit mit Konrektorin Silvia Dömer den längerfristig erkrankten Schulleiter Olaf Diekwisch vertritt, mit dessen Rückkehr nicht vor 2021 gerechnet werde. Wegen der Häufung von Coronafällen in der 10a seien die neun Pädagogen mit Kontakt zu dieser Klasse 14 Tage in Quarantäne. Von der Schulleitung beurlaubt wurden zudem 14 Kollegen des erkrankten Lehrers am Donnerstag. Zehn von ihnen würden noch auf ihr Testergebnis warten, können also noch nicht in den Präsenzunterricht zurück. 

Schutzmaßnahmen „rigoros eingehalten“

Röwekamp betont: „Sämtliche Schutzmaßnahmen wurden rigoros eingehalten, angefangen vom Masketragen über Abstandhalten bis hin zum Stoßlüften alle 20 Minuten.“ Letztlich sei die Infektionsquelle der Zehntklässler ungewiss. Zwar habe auch der erkrankte Lehrer in der Zehn unterrichtet, aber zugleich gebe es Hinweise darauf, dass an Halloween im privaten Umfeld die Ausbreitung erfolgt sein könnte. Jan Focken, Pressesprecher des Kreises Gütersloh, bestätigt: „Es gibt Hinweise, dass die Ansteckung auf eine private Party zurückgeht.“ Es entspreche dem bisherigen Infektionsgeschehen – so etwa an weiterführenden Schulen in Gütersloh und Harsewinkel und einem Berufskolleg, als Partys eine Rolle spielten –, dass die Ansteckungen in der Regel im privaten Umfeld und nicht in der Schule erfolgen würden.

Distanzlernen erforderlich

Durch die Coronafälle an der 701 Schüler und 58 Lehrer umfassenden Realschule wird dort Distanzlernen erforderlich. Aufgaben über die Lernplattform I-Serv erhalten zum einen sämtliche Zehntklässler, die ja in Quarantäne sind. Zum anderen müssen täglich je drei bis vier Klassen im rollierenden Verfahren unterrichtet werden, da Lehrer fehlten, erklärt Röwekamp. Denn schließlich sei noch der Vertretungsunterricht zu stemmen. Eine Abfrage an der ORS habe ergeben, dass viele Kinder technisch die Möglichkeit haben, zuhause zu lernen. Denjenigen, die nur eingeschränkt über digitale Geräte verfügten, könnte die Schule mit I-Pads aushelfen. Bisher seien zwei verliehen worden, so dass kein Engpass bestehe.

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