Rheda-Wiedenbrück
Drei Viertel der 6c müssen in Quarantäne

Rheda-Wiedenbrück (kaw) - Nachdem am Wiedenbrücker Ratsgymnasium am Sonntag ein bestätigter Coronafall bekannt geworden war, hat das Gesundheitsamt des Kreises Gütersloh am Dienstag Tests in der Schule vorgenommen. „Dieses Angebot bestand nur für die Klasse 6c und konnte freiwillig genutzt werden“, erläuterte Schulleiter Martin Zurwehme im Gespräch mit dieser Zeitung.

Dienstag, 06.10.2020, 18:34 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 19:01 Uhr

 In der 24 Schüler zählenden Klasse 6c war ein Kind positiv getestet worden (Diese Zeitung berichtete). Die Sechstklässler werden im Probenstufenhaus an der ehemaligen Michael-Ende-Schule unterrichtet. Dadurch hätten sich die Kontakte sehr gut eingrenzen lassen, zumal es keine Überschneidungen durch Ganztagsbetreuung oder differenzierte Angebote gegeben habe, ist Zurwehme erleichtert. Wie viele Personen die Testung nutzten, konnte er gestern noch nicht sagen, er habe aber im Vorfeld bei vielen Eltern ein positives Echo auf das Angebot vernommen. „Wir warten auf die Ergebnisse“, sagte Zurwehme, der von ein bis zwei Tagen Wartezeit ausgeht und hofft, „dass es keine weiteren Positivtestungen gibt“. 

Schulleiter lobt Eltern

Er lobt, dass die Eltern des Kinds, das sich im privaten Umfeld infiziert habe, nach dem Wissen um das Testergebnis umgehend am Sonntag die Schule informiert hätten.  „Es ist alles vorbildlich gelaufen“, berichtet er. Am Montag und Dienstag mussten die Schüler der 6c zuhause bleiben. Sie erhielten Unterricht auf Distanz über die Lernplattform Iserv, die schon vor zwei Jahren eingeführt wurde. Laut Zurwehme bestehe eine 14-tägige Quarantäne nicht nur für das infizierte Kind, sondern für etwa drei Viertel seiner Klassenkameraden. Die Dauer gelte ab dem letztmaligen mutmaßlichen Kontakt, also seit voriger Woche. Das andere Viertel dürfe am heutigen Mittwoch erneut am Präsenzunterricht teilnehmen. Im Vorfeld habe das Gesundheitsamt akribisch und differenziert geprüft, wo engere Kontakte bestanden hätten und wo nicht – unter anderem mit Hilfe von Sitzplänen. Erfreulicherweise sei in dem Raum, in dem die 6c gelernt habe, eine gute Lüftung möglich gewesen und der Sportunterricht habe draußen stattgefunden, blickt Zurwehme zurück.

Dem ohnehin üblichen 14-tägigen Turnus gemäß sei das Kollegium am Montagmittag getestet worden. Die fünf Lehrer, die wegen des Kontakts zur 6c am Montag aus Sicherheitsgründen zuhause bleiben sollten, seien separat ebenfalls getestet worden. Unter Vorbehalt habe das Gesundheitsamt im Kreis Gütersloh grünes Licht dafür geben, dass die fünf am Dienstag wieder in den Dienst durften. Dass es einen Coronafall nun auch an einer Schule in Rheda-Wiedenbrück gebe, sei nicht aus heiterem Himmel gekommen, ist Zurwehme nicht überrascht, gleichwohl freue das niemanden. Zum Gesundheitszustand des Kinds konnte er beruhigen: „Wir müssen uns keine Sorgen machen.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7620582?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730030%2F
Arminia: Mittwoch erster Corona-Test seit dem Bayern-Spiel
Bayern-Profi Serge Gnabry (rechts) beim Spiel am Samstag in Bielefeld Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker