Rheda-Wiedenbrück
Verfolgungsfahrt endet am Baum  

Rheda-Wiedenbrück (ei) -  Drei beschädigte Autos, davon zwei Streifenwagen, sind die Bilanz einer unbeleuchteten Schlangenlinienfahrt eines 19-Jährigen aus Rheda-Wiedenbrück am Samstag. Gegen 22.30 Uhr wurde die Polizeileitstelle durch mehrere Anrufer den Ford Focus  auf der Bielefelder Straße in Richtung Kreisstadt informiert. 

Sonntag, 04.10.2020, 14:53 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 15:31 Uhr

Etwa im Bereich der Kornstraße gelang es einer Polizeistreife aus Rheda-Wiedenbrück, zum Ford aufzuschließen. Dessen Fahrer war nach Polizeiangaben weiterhin ohne Licht unterwegs und fuhr in starken Schlangenlinien, wobei er mehrfach auf die Spur des Gegenverkehrs geriet. Die Streife versuchte den Wagen anzuhalten, der Fahrer regierte jedoch nicht und rollte weiter in Richtung Gütersloh. Gleichzeitig wurde der Gegenverkehr durch die Ordnungshüter vor der Gefahr durch das unbeleuchtete Auto gewarnt. Letztlich gelang es den Beamten kurz vor der Kreuzung Stadtring Kattenstroth in Gütersloh, den Ford zu überholen. Dabei wurde der Streifenwagen durch den Ford am Heck gerammt. Der Focus geriet außer Kontrolle, prallte gegen einen Baum an der Straße und blieb auf der Seite liegen. 

19-Jähriger leicht verletzt

Der Fahrer, ein 19-Jähriger aus Rheda-Wiedenbrück, konnte durch den Kofferraum aus seinem Pkw befreit werden. Er war durch den Unfall leicht verletzt worden. Da er augenscheinlich unter Alkoholeinwirkung stand, sollte er zur Blutprobe mitgenommen werden. Dagegen sperrte sich der Mann und leistete Widerstand. Die Maßnahme konnte dann mit Unterstützung weiterer Beamter durchgesetzt werden. Dabei wurde niemand verletzt. Der 19-Jährige ist nach Angaben der Polizei nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Gegen ihn wird nun wegen Straßenverkehrsgefährdung, Fahrens ohne Führerschein und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Insgesamt entstand ein Schaden von etwa 8000 Euro.

Zwei Polizeibeamte aus Rheda-Wiedenbrück, die ebenfalls auf dem Weg zu diesem Einsatz waren, verunglückten dabei. Sie waren auf der Herzebrocker Straße in Rheda unterwegs und wollten nach rechts auf die Umgehungsstraße (B 64) abbiegen. Dabei kam der Wagen aus bisher ungeklärter Ursache in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab, prallte dort gegen einen Baum sowie den Verteilerkasten der Ampelanlage und kam dann erheblich beschädigt zum Stillstand. Die 22-jährige Fahrerin und ihr 26-jähriger Kollege wurden dabei leicht verletzt. Beide wurden in ein Krankenhaus eingeliefert, das sie nach ambulanter Behandlung verlassen konnten.

Streifenwagen verunglückt auf Weg zum Einsatz

Weil der Streifenwagen zunächst stark qualmte, wurde der Löschzug Herzebrock zum Einsatz gerufen. Ferner eilten Rettungswagen aus Herzebrock-Clarholz sowie aus Rheda-Wiedenbrück zu der Unfallstelle. Zwei Feuerwehrleute rüsteten sich vorsichtshalber mit Atemluftflaschen aus, um einen möglichen Brand schnell ablöschen zu können. Ihr Einsatz war aber letztlich nicht erforderlich, die Feuerwehrleute zerteilten den entwurzelten Baum mit einer Kettensäge, streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab und reinigten die Straße. Mitarbeiter des zuständigen Energieversorgers kümmerten sich um defekte Stromkabel.

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