Rheda-Wiedenbrück
Weiterer Vorstoß in Sachen Tempo 30

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Vor etwa einem Jahr hat der Bau-, Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss das Anliegen eines Bürgers abgelehnt, der Tempo 30 für die Neuenkirchener Straße in Rheda gefordert hatte. Im zweiten Anlauf könnte es jetzt doch noch etwas werden.

Mittwoch, 09.09.2020, 16:23 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 17:46 Uhr

Während der jüngsten Sitzung des Gremiums stand dasselbe Thema ob eines weiteren Antrags erneut zur Diskussion. Dieses Mal allerdings vertraten die Kommunalpolitiker mehrheitlich die Meinung von Bürgermeister Theo Mettenborg: „Da gehört eine 30 hin.“ 

Unendliche Geschichte?

Es sei eine „never-ending-story“, meinte der Grüne Hans-Hermann Heller-Jordan. Möglicherweise aber liegt er mit dieser Einschätzung falsch, kommt die Geschichte in absehbarer Zeit doch endlich zum Abschluss. Dazu braucht es jedoch das Einvernehmen mit dem Landesbetrieb Straßen. „Wir sind nur für anordnende Maßnahmen zuständig“, erläuterte Joel Otta, im Rathaus zuständig für Verkehrsangelegenheiten. Die Umsetzung müsse der Baulastträger – die Verbindung befindet sich in Landeseigentum – vornehmen. Er schlug vor, die Situation anhand eines Verkehrsgutachtens neu zu bewerten. 

Bereits Erfahrungen gesammelt

Die Anlieger der Neuenkirchener Straße haben bereits Erfahrungen gesammelt mit einer Tempo-30-Zone: Sie war temporär ob eines miesen Fahrbahnzustands eingerichtet worden. Nach der Sanierung der Asphaltdecke allerdings durfte die Blechlawine wieder mit 50 „Sachen“ rollen, und zwar auf Anweisung der Bezirksregierung. Seither ist der Wunsch nach mehr Ruhe vor der Haustür aber größer denn je. 

Armin Laschet soll anpacken

CDU-Fraktionschef Uwe Henkenjohann schlug während der jüngsten Bauausschusssitzung vor, vonseiten der Stadt einfach wieder Tempo-30-Schilder aufzuhängen. „Mal sehen, wer die wieder abnimmt. Der Landrat bestimmt nicht.“ Peter Berenbrink (SPD) erinnerte ihn daran, dass das Gremium Recht und Gesetz verpflichtet sei – ebenso wie die Verwaltung. Mettenborgs Idee: „Ich lade Ministerpräsident Armin Laschet persönlich ein, sie mit mir aufzuhängen. In dieser Stadt gibt es noch Einiges gutzumachen.“

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