Rheda-Wiedenbrück
Im Westfalia-Bulli durch Dänemark

Rheda-Wiedenbrück (wl) - Zur ersten Veranstaltung in diesem Jahr hatte der Motorsportclub (MSC) eingeladen. Die Resonanz war überwältigend. An der neuen Rheda-Wiedenbrücker Stadthalle rollten am Sonntagvormittag nach und nach bestens gepflegte Oldtimer, einer schöner als der andere, vor.

Montag, 07.09.2020, 16:27 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 16:46 Uhr

Die Spannbreite der gezeigten Fahrzeuge war groß. Sie reichte von Autos, die 60 Jahre und mehr auf dem Buckel haben, bis hin zu Youngtimern, die gerade einmal 30 Jahre alt sind. Sie alle hatten eines gemeinsam: Jeder von ihnen ließ das die Herzen der Autoliebhaber höher schlagen. 

Besucherzahl beschränkt

Akribisch hielt es der Veranstalter mit dem Einlass. Zugelassen waren insgesamt 300 Menschen auf dem großzügigen Parkplatzgelände. Die Zahl war bereits eine Stunde nach Öffnung später erreicht. Die Gäste reihten sich brav ein und füllten einen Besucherzettel aus. 150 Oldtimer befuhren die Parkplatzzufahrt und wurden ebenfalls registriert. 

MSC-Vorsitzender Hendrik Kohls und sein Stellvertreter Jesper Joergensen zeigten sich zufrieden, weil sich alle an die Regeln hielten und einfach mal wieder „viele schöne Autos gezeigt werden konnten“. Auf Livemusik und Trödelmarkt hatte man verzichtet, um die Schutzvorgaben einhalten zu können.

Zufriedene Teilnehmer

Auch die Oldtimerfahrer waren froh, endlich wieder ihre Schmuckstücke zeigen und mit Gleichgesinnten fachsimpeln zu können. Dieter Hass aus Rheda-Wiedenbrück war mit seinem Opel Kapitän dabei. 1959 wurde die Limousine als sogenanntes Chauffeurfahrzeug gebaut. Doch es stellte sich schnell heraus, dass Männer mit Hut hinten schlecht einsteigen konnten, weil das Dach schräg abfällt. Das hatte zur Folge, dass sich der Wagen nicht gut verkaufen ließ und der Bau bereits nach neun Monaten eingestellt wurde. 

Chromblitzende Schätze

Am 30. Mai 1956 wurde der Mercedes 220 S von Ferdinand Beine zugelassen. An dem Tag erblickte der Autoliebhaber aus Wiedenbrück das Licht der Welt. Da lag es auf der Hand, dass der braun-beige Mercedes seiner werden musste. Die 25-jährige Juliane Becker und ihr Freund Marvin Schuck waren jüngst mit einem original Westfalia-Bulli aus der Reihe T3, Baujahr 1986, in Dänemark unterwegs. Viele Leute hätten sie während der Reise angesprochen, weil der Campingwagen noch im Originalzustand ist. Lediglich die Außenlackierung wurde erneuert. „Uns hat es Spaß gemacht, und da Herd, Kühlschrank und Stauraum da sind, hat es uns an nichts gefehlt“, berichteten die beiden. 

Eigentlich hätte im Rahmen des Altstadtfests in Rheda eine Oldtimerausfahrt stattfinden sollen. Die musste ebenso gestrichen werden wie das Volksfest. „Jetzt hoffen wir einfach auf das nächste Jahr“, gab sich Kohls optimistisch

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