Rheda-Wiedenbrück
Bahnübergang wird auf Sicherheit geprüft

Rheda-Wiedenbrück (sbr). Der Schock nach dem tragischen Verkehrsunfall, bei dem am Montagabend ein 15-jähriges Mädchen von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden ist , sitzt tief. Wie es auf dem Bahnübergang am Bosfelder Weg in Rheda zu der folgenschweren Kollision kommen konnte, ist ungeklärt. „Die Ermittlungen laufen und werden sich noch hinziehen“, erklärte Polizeisprecher Mark Kohnert auf Anfrage dieser Zeitung.

Freitag, 04.09.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 04.09.2020, 18:53 Uhr

Wie das Rheda-Wiedenbrücker Rathaus mitteilte, soll es in der kommenden Woche an der Unglücksstelle eine von dem Kreis Gütersloh und der Stadt anberaumte Bahnverkehrsschau geben. In regelmäßigen Abständen und anlassbezogen – wie nun infolge des tödlichen Unfalls – würde diese Maßnahme unter Beteiligung der Straßenverkehrsbehörde, des Straßenbaulastträgers, der Polizei sowie der Deutschen Bahn (DB) durchgeführt, um Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen oder weitere zu beschließen, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung.

Halbschranke nur für Straßenverkehr

Die Stadt verweist ferner darauf, dass für die Sicherung von Übergängen die Bahn verantwortlich sei. Sofern eine weitergehende Beschrankung der Unglücksstelle am Bosfelder Weg beschlossen werde, sei der Bundeskonzern für die Umsetzung zuständig. Die aktuelle Situation am Bosfelder Weg sieht so aus, dass der Bahnübergang für den Straßenverkehr mit einer Halbschranke gesichert wird. Das gilt aber nicht für den Fußgänger- und Fahrradweg. Wenngleich laut Mark Kohnert bis Montag seit Beginn der elektronischen Erfassung im Jahr 2010 an der Stelle kein Verkehrsunfall aktenkundig geworden sei, regt sich aus Teilen der Bevölkerung schon seit längerer Zeit Kritik an dem Ist-Zustand. Nach dem folgenreichen Unfall hat sie in den sozialen Medien an Vehemenz zugenommen. 

Seitens der Deutschen Bahn sind technische Änderungen am Übergang Bosfelder Weg nach aktuellem Stand jedoch nicht geplant. Eine Konzernsprecherin verwies darauf, dass der Bahnübergang am Bosfelder Weg mit einer separaten Blinklichtanlage für den Fuß- und Radweg ausgestattet sei. Was eine rote Ampel an einer Kreuzung bedeute, gelte gleichermaßen auch am Bahnübergang. Allgemein hänge dessen Sicherung etwa von der Art der Bahnstrecke, der Geschwindigkeit des Zuges sowie der Verkehrsstärke auf der kreuzenden Straße ab. Dass Züge am Übergang immer Vorrang hätten, weise das Andreaskreuz aus.

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