Rheda-Wiedenbrück
Chefsessel im Rathaus Rheda heiß begehrt

Rheda-Wiedenbrück (sud) - Drei Kandidaten, aber nur ein Chefsessel: Der Posten des Bürgermeisters kann nur einmal vergeben werden. Die Entscheidung, wer in den nächsten fünf Jahren im Rathaus das Sagen hat, treffen die Bürger. Aber wofür stehen die Bewerber um das höchste politische Amt der Emsstadt?

Donnerstag, 03.09.2020, 19:15 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 20:01 Uhr

Um das herauszufinden, hat die Rheda-Wiedenbrücker Lokalredaktion der „Glocke“ Amtsinhaber Theo Mettenborg (CDU) sowie seine beiden Herausforderinnen Brigitte Frisch-Linnhoff (SPD) und Sonja von Zons (Bündnis 90/Die Grünen) zum verbalen Schlagabtausch ins Foyer der Stadthalle eingeladen.

Schlagabtausch vor leeren Rängen

Anders als im Vorfeld der zurückliegenden Kommunalwahlen musste die Diskussionsrunde vor leeren Zuschauerrängen stattfinden – die Auflagen für eine Veranstaltung mit Publikum wären aufgrund der aktuellen Coronasituation zu hoch gewesen. Die Bürger konnten die knapp eineinhalbstündige Debatte jedoch live via Facebook verfolgen. Und wer sich im Nachhinein für den Austausch der Argumente interessiert, kann sich das komplette Video kostenlos auf der Internetseite der „Glocke“ anschauen - es ist direkt unter diesem Bericht zu finden.

Der massenhafte Corona-Ausbruch beim Fleischriesen Tönnies und die damit verbundenen Folgen für die Bevölkerung sind seit Monaten Stadtgespräch in Rheda-Wiedenbrück. Klar, dass auch während der von den Redakteuren Kai Lars von Stockum und Nimo Sudbrock moderierten Podiumsdiskussion kein Weg daran vorbei führte. 

Was wird aus der Kolpingstraße?

Aber auch andere „heiße Eisen“ kamen auf den Tisch: Bleibt es bei der Mischung von Einzelhandel und Wohnbebauung für die Nachnutzung der Industriebrache an der Kolpingstraße? Oder muss die Politik diesbezüglich neu denken? Zahlreiche Bürger jedenfalls scheinen mit den aktuellen Planungen nicht zufrieden zu sein. Eine von der neu gegründeten Wählergemeinschaft Move initiierte Unterschriftenaktion findet aktuell regen Zuspruch.

Das Thema Wohnen ist aber nicht allein auf die Kolpingstraße beschränkt. Auch andernorts in der Stadt werden aus Sicht mancher Bürger zurzeit zahlreiche Chancen vertan – oder eben schlicht zu spät in Angriff genommen. Tausende Wohneinheiten fehlen momentan in Rheda-Wiedenbrück, Tendenz steigend.

Brauchen wir den Südring-Schluss noch? Auch darüber haben die drei Bürgermeisterkandidaten leidenschaftlich gerungen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7565817?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730030%2F
Vereinzelt illegale Corona-Atteste
Symbolbild. Wo eine Maskenpflicht gilt, kann der jeweilige Hausherr entscheiden, ob er Atteste zur Maskenbefreiung anerkennt. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker