Rheda-Wiedenbrück
Sportwagen-Fahrer auf A2 tödlich verletzt

Rheda-Wiedenbrück (ei) - Ein Rietberger (32) ist am Montagabend um 19.45 Uhr bei einem schweren Unfall auf der A2 tödlich verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Autobahnpolizei fuhr er auf der linken Spur, als plötzlich vor ihm ein anderes Auto auf seine Fahrbahn wechselte.

Dienstag, 01.09.2020, 07:21 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 10:39 Uhr

Vermutlich aufgrund seiner sehr hohen Geschwindigkeit sah der Fahrer einer gut 30 Jahre alten Chevrolet Corvette dann keine andere Chance mehr, als den Oldtimer nach rechts zu lenken. Dabei verlor er die Gewalt über den Sportwagen, der von der Fahrbahn abkam.

Keine Mitfahrer in Waldstück gefunden

In einem angrenzenden Wald überschlug sich das Fahrzeug, dünnere Bäume wirkten wie eine Sprungschanze. So wurden Zweige in etwa vier Metern Höhe abgerissen, der Fahrer aus dem Fahrzeug geschleudert und tödlich verletzt. 

Nach etwa 200 Metern blieb die Corvette vor einem Baum völlig zerstört liegen. Beim Eintreffen der Feuerwehr qualmte der Wagen - er hatte sich entzündet. Nach Angaben von Feuerwehr-Einsatzleiter Michael Schnier konnte der Entstehungsbrand von den Einsatzkräften schnell gelöscht werden, ferner suchten die rund 40 Feuerwehrleute in dem Waldstück nach möglicherweise weiteren herausgeschleuderten Mitfahrern. Die Suche verlief negativ. 

Das Technische Hilfswerk aus Gütersloh wurde alarmiert, um mit Scheinwerfern die 200 Meter lange Unfallstelle auszuleuchten. „Dazu waren mehrere leistungsstarke Notstromerzeuger notwendig“, berichtete deren Zugführer Christian Machenschall. Die 16 ehrenamtlichen Helfer unter seiner Leitung waren mit vier Fahrzeugen angerückt. 

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld untersuchten zwei Sachverständige die Unfallstelle, sicherten Spuren und machten mit einer Drohne Übersichtsaufnahmen. 

Anschlussstelle Herzebrock-Clarholz stundenlang gesperrt

Die Autobahnmeisterei Oelde sperrte an der Anschlussstelle Herzebrock-Clarholz die Autobahn für rund sechs Stunden, der Verkehr staute sich auf etwa fünf Kilometern Länge. Nach gut zwei Stunden konnten die Fahrzeuge, die zwischen der Auffahrt und der etwa einen Kilometer entfernten Unfallstelle standen, über den linken Fahrstreifen die Unfallstelle passieren und in Richtung Hannover weiterfahren. Um 1.40 Uhr rollte der Verkehr wieder.

Der Fahrer des ausscherenden Fahrzeuges - laut Polizei ein silberfarbenes Auto - fuhr weiter. Ob er etwas von dem Unfall bemerkt hat, steht nicht fest. Das Verkehrskommissariat in Bielefeld sucht Zeugen, die nähere Angaben machen können (Tel: 0521/5450)

Kommentare

Herman Weiler  wrote: 02.09.2020 07:44
Nachrichten von Bielefeld
Es ist gut dass ich Nachrichten von meiner Heimatstadt lesen kann, Cheers Jochen
Theo Breul  wrote: 01.09.2020 12:37
Immer noch keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf deutschen Autobahnen?
Wie viele Tote und Schwerverletzte braucht es noch, um endlich der Raserei auf unseren Straßen und Autobahnen ein Ende zu machen?
Total 2 comments
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