Rheda-Wiedenbrück
Farbkreise dienen als Abstandshalter

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Nach langem Warten dürfen die Besucher der beiden Freibäder die Liegewiesen wieder nutzen. Wegen Corona blieben die Flächen zunächst gesperrt. Um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten, haben die Fördervereine der beiden Bäder umfangreiche Vorkehrungen getroffen.

Freitag, 07.08.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 07.08.2020, 18:16 Uhr

Mitglieder der Vereine besprühten die Liegewiesen mit weißer Farbe. Was es damit auf sich hat, erklärt Daniel Woeste, Schwimmmeister in Wiedenbrück: „Unser Förderverein hat 60 Kreise auf der Liegewiese farblich markiert, um die Einhaltung der Abstände zu erleichtern. In jedem dieser Ringe kann sich eine Gruppe aufhalten.“ 

Fördervereine greifen ins Rad

Weil die Teilabschnitte jeweils eineinhalb Meter auseinander liegen, bestehe immer ein ausreichender Abstand zwischen den Gästen. „Außerdem wurden Pfeile in die Gänge zwischen den Kreisen gemalt“, berichtet Woeste. „Auf diese Weise entsteht quasi eine Einbahnstraße.“

Wie viele Besucher sich zeitgleich im Bad befinden, überwache ein Onlinezähler. Über die städtische Internetseite können Gäste sich schon im Vorfeld einen Platz im Freibad sichern. Alternativ ist es möglich, an der Kasse das Formular zur Rückverfolgung der Anwesenheit auszufüllen.

Bis zu 600 Besucher

Maximal 600 Besucher haben in jedem der beiden Freibäder zeitgleich die Möglichkeit, das gute Wetter am Wasser zu genießen. Sicherheitsbedenken hat Daniel Woeste dabei keine. „Bei dem guten Wetter sind die Bäder natürlich sehr beliebt. Trotzdem halten sich alle Besucher an die Regeln.“ Selbst am Sprungturm und an der Rutsche achteten alle auf den Mindestabstand. „Wenn es doch zu kleinen Verstößen kommt, lässt sich das im Gespräch klären. Unsere Gäste sind wirklich einsichtig“, unterstreicht der Schwimmmeister.

Mit zwei Freibädern sei die Stadt selbst für die bevorstehenden heißen Tage gut gerüstet, sagt Rathaussprecherin Lena Henkenjohann. Die Sport- und Freizeiteinrichtung an der Reinkenwiese in Rheda und an der Rietberger Straße in Wiedenbrück böten insgesamt 1200 Besuchern Platz.

Badegäste üben Kritik

„Die Sicherheitsregeln sind inzwischen fest in den Köpfern der Besucher verankert“, sagt Lena Henkenjohann. Die Badegäste Stanislav Levterov und Roman Benzel halten das Wiesenkonzept jedoch für weniger sinnvoll. „Im Wasser wird der Abstand sowieso nicht eingehalten. Gerade im Nichtschwimmerbecken spielen die Kinder sehr eng zusammen.“ Auch das System der Online-Anmeldung sieht Benzel kritisch: „Einige Leute reservieren zwar einen Platz, kommen aber nicht. Das ist schade für die Leute, die dadurch länger warten müssen.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7525889?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730030%2F
Arminia stoppt die Talfahrt
Jubelnde Arminen: Die Torschützen Prietl und Doan freuen sich.
Nachrichten-Ticker