Rheda-Wiedenbrück
Tönnies: Produktion steht weiter still

Rheda-Wiedenbrück (sud) - Die Beratungen über die Wiedereröffnung des Rhedaer Fleischwerks Tönnies sind am Donnerstag im Gütersloher Kreishaus fortgesetzt worden. Konkrete Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt. Damit bleibt offen, wann Schlachtung und Zerlegung wieder starten können.

Donnerstag, 09.07.2020, 12:20 Uhr aktualisiert: 09.07.2020, 15:46 Uhr

„Sicherheit vor Schnelligkeit“ lautet nach Worten der Detmolder Regierungspräsidentin Judith Pirscher das gemeinsame Ziel der beteiligten Behörden und Experten. Der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer hatte bereits am Dienstag betont, dass die Produktion erst dann wieder ihre Arbeit aufnehmen dürfe, wenn gewährleistet sei, dass von dem Unternehmen keine Gefahr für die Bevölkerung sowie die Beschäftigten ausgehe.

Techniker dürfen aufs Werksgelände

Die Vertreter der für Tönnies zuständigen Aufsichtsbehörden – das sind außer dem Landesgesundheitsministerium die Bezirksregierung Detmold, der Kreis Gütersloh und die Stadt Rheda-Wiedenbrück – haben sich bei der Zusammenkunft am Donnerstag darauf verständigt, dass Techniker von Fachfirmen das Werksgelände betreten dürfen, um Vorkehrungen für den „vorbereitenden Infektionsschutz“ zu treffen. Was genau darunter zu verstehen ist, sagte Regierungspräsidentin Pirscher nicht. Man darf aber davon ausgehen, dass insbesondere im Bereich der Belüftung und Luftumwälzung erheblich technisch nachgebessert werden muss. Experten sahen darin einen Hauptgrund für den Corona-Ausbruch im Rhedaer Fleischwerk vor drei Wochen.

Nicht festlegen wollte sich die Leiterin der Detmolder Bezirksregierung am Donnerstag auf einen Termin für den Neustart der Produktion am Stammsitz von Deutschlands größtem Fleischkonzern. „Wir müssen sehen, wie belastbar die einzelnen Teilstücke sind“, sagte sie mit Blick auf die umfangreichen technischen Maßnahmen, die Tönnies noch umsetzen muss.

Verwaltung arbeitet wieder

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück hat dem Unternehmen die Schlachtung und Zerlegung zunächst bis zum 17. Juli untersagt. Diese Frist kann von der Behörde verkürzt oder auch verlängert werden. In der Konzernverwaltung darf seit Donnerstag wieder gearbeitet werden. Es gelten jedoch strenge Auflagen.

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