68,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern – Lockdown nicht nötig
Schwellenwert für Neuinfektionen auch in Warendorf überschritten

Warendorf (dpa/WB). Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist auch im benachbarten Kreis Warendorf der festgelegte Schwellenwert für Neuinfektionen überschritten worden. Laut Robert-Koch-Institut wurden am Dienstag 68,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern für den Kreis Warendorf erfasst.

Dienstag, 23.06.2020, 09:59 Uhr aktualisiert: 23.06.2020, 10:02 Uhr
Der Corona-Massenausbruch bei der im Kreis Gütersloh ansässigen Firma Tönnies hat auch Auswirkungen auf die benachbarten Kreise. Foto: dpa

50 Fälle gelten als Grenze für zusätzliche Schutzmaßnahmen. Warendorfs Landrat Olaf Gericke (CDU) hatte die Neuinfektionen am Montagnachmittag auf die 1243 im Kreisgebiet wohnenden Tönnies-Mitarbeiter zurückgeführt. Sie stehen unter Quarantäne. Ein Lockdown im Kreis sei aber nicht nötig, da die Infektionen nicht auf die übrige Bevölkerung übersprängen, hatte der Landrat gesagt.

Der Landrat hatte an die Bürger appelliert, „weiterhin vorsichtig zu sein und die bekannten Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten“. Zudem würden auch im Kreis Warendorf kostenfreie Corona-Tests ermöglicht für alle, die in besonders betroffenen Orten wohnten oder sich verständlicherweise Sorgen machten - etwa, weil sie Kontakt zu Tönnies-Mitarbeitern hatten. Solche Tests seien an zentralen Standorten möglich und die Kosten würden von Tönnies übernommen.

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