Rheda-Wiedenbrück
Commerzbank behauptet sich am Markt

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Die Commerzbank hat im vergangenen Jahr ihre positive Entwicklung in Rheda-Wiedenbrück fortgesetzt. Zu dieser Einschätzung kommt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Mittwoch, 08.04.2020, 13:15 Uhr aktualisiert: 08.04.2020, 14:31 Uhr

Mit 6100 Privatkunden, die in der Filiale am Klingelbrink betreut werden, sei das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 8,9 Prozent auf 133,2 Millionen Euro gestiegen. Hinzu kommen 700 Geschäftskunden aus der Umgebung.

Zinstief bleibt ein Hauptproblem

Jan Flöthmann, Marktbereichsleiter der Commerzbank in Rheda-Wiedenbrück, erklärt: „Wichtiger Erfolgsfaktor war auch 2019 das kostenlose Girokonto. Dieses werden wir weiterhin anbieten – sehr zum Ärger mancher Wettbewerber.“ Das seit zehn Jahren andauernde Zinstief mache den Kunden indes zu schaffen. „Bei null Prozent Zinsen und 1,5 Prozent durchschnittlicher Inflation haben sie auch 2019 wieder einen Teil ihres Vermögens verloren.“

Flöthmann erwartet nach einer Rezession im ersten Halbjahr bereits für die zweite Jahreshälfte eine Erholung der Realwirtschaft und damit auch an den Börsen. „Wer sein Geld mittelfristig angelegt und breit gestreut hat, sollte Ruhe bewahren. Panikverkäufe sind das Schlimmste, was man jetzt tun kann.“ Auch mit einem konservativ ausgerichteten Vermögensmanagement hätten Kunden im vorigen Jahr einen Wertzuwachs von 8,3 Prozent erzielen können.

Mehr Kredite vergeben

Das Depotvolumen stieg 2019 um 8,9 Prozent auf 52 Millionen Euro. Im Baufinanzierungsbereich wurden neue Kredite in Höhe von 3,6 Millionen Euro vergeben. Ratenkredite waren im vergangenen Jahr ebenfalls gefragt. Sie wurden von der Bank in Rheda-Wiedenbrück in Höhe von 1,8 Millionen Euro vergeben. Das Gesamtkreditvolumen wuchs damit auf 36,7 Millionen Euro.

Mit Blick nach vorn macht Flöthmann deutlich, dass die Commerzbank ihre mobilen Angebote weiter ausbauen werde. In Rheda-Wiedenbrück liege der Anteil der Kunden, die Online-Banking nutzen, bei 49 Prozent. „Bis Ende 2023 sollen alle Produkte auf dem Smartphone abschließbar sein“, unterstreicht der Filialleiter. Das bedeute aber nicht, dass Kunden auf persönliche Beratung verzichten müssten.

Schnelle Hilfe für Corona-Geschädigte

Zudem sichert er schnelle und unbürokratische Hilfe für Geschädigte der Coronakrise zu. „Wir stehen in dieser schwierigen Situation fest an der Seite unserer Kunden.“ Das gelte sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen: Privatkunden, die zum Beispiel von Kurzarbeit betroffen sind, gewähre die Commerzbank bei Ratenkrediten eine dreimonatige Zahlungspause. Kleinunternehmer und Mittelständler, die aufgrund der Krise Liquiditätsengpässe oder Kreditbedarf haben, werden zu den neu aufgelegten Kreditprogrammen des Bunds beraten.

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