Rheda-Wiedenbrück
Schlachtbetrieb Tönnies verzeichnet Rekordumsatz

Rheda-Wiedenbrück (dpa) - Der Rheda-Wiedenbrücker Fleischproduzent Tönnies hat erstmals mehr als 7 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Der Erlös stieg 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro, wie Tönnies am Freitag mitteilte. Der Grund dafür liegt auch in Fernost.

Freitag, 06.03.2020, 07:06 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 11:17 Uhr

Im Vorjahr war der Umsatz bei Tönnies noch gesunken. Weltweit schlachtete das Familienunternehmen 20,8 Millionen Schweine. Das ist im Vergleich zu 2018 ein nahezu unveränderter Wert. In Deutschland stieg die Schlachtzahl sogar leicht um 0,5 Prozent auf 16,7 Millionen Schweine an.
Mit 52 Prozent wird etwas mehr als die Hälfte davon exportiert. Eine große Nachfrage vor allem nach Schweinefleisch gibt es in China.
Der Konzern aus Ostwestfalen verwertete zudem 2019 wie im Vorjahr 440.000 Rinder.
Das Umsatzwachstum trotz international stagnierender Schlachtzahlen führt das Unternehmen mit 16.500 Mitarbeitern auf das Exportgeschäft zurück. „Wir haben durch die hohe Nachfrage aus Asien nach Schweinefleisch seit dem Herbst 2019 einen recht starken Anstieg der Schweinepreise erlebt“, sagt Geschäftsführer Andres Ruff. Zum Gewinn macht Tönnies keine Angaben.
Obwohl das neuartige Coronavirus auch Tönnies im Asiengeschäft wegen unterbrochener Lieferketten auf dem Seeweg Probleme bereitet, erwartet das Schlachtunternehmen für das laufende Jahr ein Umsatzplus.

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