Rheda-Wiedenbrück Interlübke: Streit entbrennt

Rheda-Wiedenbrück/Winnweiler (be) - Ein Streit in der Unternehmerfamilie Schramm aus Winnweiler (Rheinland Pfalz) beunruhigt den Rheda-Wiedenbrücker Möbelhersteller Interlübke. Schramm ist seit zwei Jahren Mehrheitseigner bei dem traditionsreichen, westfälischen Kastenmöbelhersteller.

Eine am Montag von Susanne Schramm (54) verkündete Absetzung ihres Bruders Axel Schramm (63) sei nicht rechtswirksam, teilte die Verwaltungsgesellschaft Schramm GbR gestern mit.

Zur Vorgeschichte: Susanne Schramm hatte am Montag über eine Presseerklärung verlauten lassen, dass sie die Führung des Familienunternehmens übernehme. Ihr zur Seite werde erstmals in der fast 100-jährigen Unternehmensgeschichte ein familienfremder Geschäftsführer in das Management einsteigen. „Auch die Integration von Interlübke ist und bleibt eine wichtige Aufgabe der neuen Führung“, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Am Dienstag teilte die Schramm GbR dann mit, dass Axel Schramm nach wie vor alleiniger Geschäftsführer der Schramm Werkstätten GmbH sei und als solcher auch im Handelsregister eingetragen sei. Der Streit der beiden Geschwister soll vor Gericht geklärt werden. Bis dahin bleibe Axel Schramm Chef der Schramm Werkstätten, so die Schramm GbR. Sein Sohn Philipp Schramm (28) ist Chef bei Interlübke. Eine Stellungnahme von ihm zu den Vorgängen gab es nicht. Philipp Schramm sei im Urlaub, hieß es.

Schramm ist ein Hersteller von Luxusbetten und erwirtschaftet mit 200 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 30 Millionen Euro. Axel Schramm ist seit dem Jahr 2014 Präsident des Verbands der deutschen Möbelindustrie (VDM).

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