Rheda-Wiedenbrück
Mehr Wohngeldempfänger in der Emsstadt

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Zu Beginn dieses Jahres ist eine Wohngeldreform in Kraft getreten. Dabei ist der Zuschuss für weniger gut betuchte Menschen an die allgemeine Entwicklung der Mieten und Einkommen angepasst worden. Der Kreis der Empfänger wuchs in Rheda-Wiedenbrück direkt um zehn Prozent.

Mittwoch, 05.02.2020, 11:15 Uhr

Der Zuschuss zur Miete erhöht sich um durchschnittlich 30 Prozent. Wie hoch der Betrag letztlich ausfällt, hängt davon ab, wie viele Personen im Haushalt leben, wie hoch deren Einkommen ist und was sie monatlich für ihre Bleibe entrichten müssen. Für die Stadt ist diese Form der Unterstützung weitgehend kostenneutral, da sie jeweils zur Hälfte von Bund und Land geschultert wird.

Leistungen für Bedürftige steigen

Bei der Überarbeitung der Höchstbeträge, die Menschen fürs Wohnen in Anspruch nehmen können, seien die unterschiedlichen regionalen Entwicklungen berücksichtigt worden, heißt es aus dem Rathaus. Alle Gemeinden und Kreise in Deutschland wurden entsprechend dem örtlichen Mietenniveau nach einem gesetzlich vorgegebenen Verfahren einer Mietenstufe zugeordnet, an der sich die Staffelung der Zuschüsse orientiert.

Unterteilt in sieben Stufen rangiert Rheda-Wiedenbrück mit der Kategorie drei im Mittelfeld. Daraus leiten sich folgende Maximalbeträge ab: 426 Euro für eine Person sowie 516 Euro für zwei, 614 für drei, 716 für vier und 818 für fünf Personen. Jedes weitere Haushaltsmitglied wird mit bis zu 99 Euro berücksichtigt. Menschen mit einer Schwerbehinderung erhalten unter bestimmten Voraussetzungen einen Freibetrag beim Einkommen. Dieser wird von jährlich 1500 auf 1800 Euro erhöht.

340 Haushalte erhalten Hilfe

Damit noch nicht genug der Optimierungen. So hat der Gesetzgeber zum 1. Januar eine Dynamisierung des Wohngelds eingeführt. Alle zwei Jahre wird es damit an die aktuelle Miet- und Einkommensentwicklung angepasst und kann der Stadtverwaltung zufolge „damit auch für erwerbstätige Haushalte mit niedrigen Einkommen eine Alternative zum Bezug von Grundsicherung sein“.

Die letzte Wohngelderhöhung vor der jüngsten Reform liegt vier Jahre zurück. Alle derzeitigen Empfänger erhalten eine automatische Anpassung, teilt die Verwaltung mit. Das sind am 31. Dezember rund 340 Haushalte gewesen. Durch die Überarbeitung des Regelwerks verzeichnete Rheda-Wiedenbrück bereits in der ersten Woche nach Inkrafttreten eine Steigerung von zehn Prozent. Bundesweit wird mit einer durchschnittlichen Zuwachsrate von rund 38 Prozent gerechnet. Wo letzten Endes die Doppelstadt steht, werden die nächsten Monate zeigen.

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