Rheda-Wiedenbrück
Forstamt gehen die Setzlinge aus

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Nach dem Aufräumen in den städtischen Wäldern hat die Wiederaufforstung begonnen („Die Glocke“ berichtete). In dieser Woche werden zwei Schonungen im Waldgebiet Schiffheide in der Doppelstadt am Fuße der Autobahn 2 neu bepflanzt.

Freitag, 07.02.2020, 12:30 Uhr

Zwischen Kiefernweg und Autobahn wurden einer Pressemitteilung aus dem Rathaus zufolge bereits zwei Flächen in einer Größe von etwa 2,5 Hektar aufgearbeitet. Dort habe ein Fachbetrieb rund 2000 junge Stieleichen, 450 Kirschen und etwa 450 Winterlinden gepflanzt, heißt es aus dem Rathaus.

Feuchtes Wetter ist optimal

Deshalb freuen sich Felix Rosinski vom Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe, der auch für den Bezirk Rheda-Wiedenbrück zuständig ist, und der städtische Grünflächenverantwortliche Peter Rapp über das für Pflanzungen „gute“ Wetter: Bei der Feuchtigkeit haben die Setzlinge gute Chancen, den Wald wieder zu verdichten.

Die Stürme der jüngsten Zeit –zuletzt „Friederike“ – die Dürre der vergangenen beiden Sommer und in der Folge die explosionsartige Vermehrung des Borkenkäfers haben die städtischen Wälder (rund 260 Hektar) stark geschädigt. Also haben das Regionalforstamt und kommunale Kräfte vor einigen Monaten damit begonnen, aufzuräumen und geschädigte Bäume zu entfernen. Wegen der großen Masse ist man damit immer noch nicht fertig. So soll noch in dieser Woche im Stadtholz die Kettensäge zum Einsatz kommen.

Klimaresistente Sorten sollen zum Einsatz kommen

Allerdings können nicht alle abgeräumten Flächen aktiv aufgeforstet werden. In kleineren Waldinnenlagen setzen die Förster landesweit auf die eigene Verjüngungskraft des Walds durch Samen der benachbarten Bäume. „Denn wegen der großen Schäden der vergangenen Jahre werden überall die Setzlinge knapp“, teilt die Stadtverwaltung mit. Man konzentriere sich daher gemeinsam mit dem Forstamt verstärkt auf den Einsatz klima- und schädlingsresistenter Sorten.

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