Rheda-Wiedenbrück „Ich krieg’ jetzt schon Gänsehaut“

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - In der Regel können die Aktiven des Wiedenbrücker Carnevalsvereins (WCV) „Grüne Funken“ gut mit Lampenfieber umgehen: Mancher steht schließlich seit Jahrzehnten in der Karnevalszeit vor närrischem Publikum. Die Nummer am heutigen Samstagabend ist allerdings von besonderer Qualität.

Von Anonymous User

Die Jecken sind die ersten, die die nagelneue Stadthalle nutzen dürfen. 120 Tanzende in unterschiedlichen Gruppierungen zählen die „Grünen Funken“, und alle müssen sich seit einigen Wochen und Monaten mit bislang ungeahnten Dimensionen vertraut machen. Denn die Bühne in der Stadthalle ist um einiges größer als jenes Modell, das das Reethus zu bieten hatte. „Ich glaube, ich bin das erste Mal nervös in meinem Leben“, sagt unlängst Trainerin Katharina Opitz, als sie das neue karnevalistische Epizentrum an der Hauptstraße in Augenschein nimmt, an dessen Fertigstellung zu diesem Zeitpunkt dutzende Handwerker mit Hochdruck arbeiten. Mit Blick auf die Stelle im Saal, von wo aus ihre Schützlinge heute Abend das Publikum begeistern wollen, bekommt sie plötzlich beinahe Lust, selbst wieder aktiv in der ersten Reihe mitzumischen.

Anspannung ist groß

„Die Anspannung ist überall groß“, ergänzt Eva Hesker, die unter anderem im Vorstand des Vereins aktiv ist und vor zwei Jahren die Prinzengarde mit aus der Taufe hob. Zwölf mal sieben Meter habe man bislang an Bühnenfläche zur Verfügung gehabt, wobei auch noch die Musiker der „Emsperlen“ darauf Platz fanden. Nun sind es 15 Meter in der Breite. Zudem sitzt die Band an anderer Stelle. Rund wird das Bild dank variabler und farbenfroher Kulissen, die unlängst in Eigenregie entstanden sind und die schwarzen Stoffbahnen ablösen, die das Bühnenbild im Reethus dominierten.

Und wenn etwas schiefgeht in einem Gemäuer, das erst Stunden zuvor eröffnet worden ist? „Da mache ich mir keine Sorgen“, versichert WCV-Präsident Norbert Falkenberg. „Selbst wenn der Strom ausfällt, ist das kein Beinbruch. „Wir können auch im Dustern feiern.“ Wer es über Jahrzehnte hinweg im Reethus hat krachen lassen, der ist durchaus in der Lage, zu improvisieren. Im Übrigen ist der WCV auch die erste Karnevalsgesellschaft gewesen, die Ende der 1980er-Jahre im Vorläufer der heutigen Stadthalle feiern durfte.

Ein noch nie dagewesener Komfort

Ein mit 670 Gästen ausverkauftes Haus, ein für den WCV noch nie dagewesener Komfort, bislang ungeahnte Möglichkeiten und ein gewaltiges Programm, das den Aktiven heute Abend bevorsteht – das erhöht den Druck auf alle Beteiligten. „Ich krieg’ jetzt schon Gänsehaut“, räumt Katharina Opitz ein.

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