Rheda-Wiedenbrück Bis zu 150 neue Wohneinheiten geplant

Rheda-Wiedenbrück (sud) - Am Stadtrand von Wiedenbrück soll in Richtung Lintel ein Neubaugebiet für bis zu 150 Wohneinheiten entstehen. Nach mehreren Jahren des Stillstands wollen Verwaltung und Politik endlich Nägel mit Köpfen machen.

Von Anonymous User

Zurzeit wird das Gebiet zwischen Varenseller Straße, Kernekampstraße und „Am Nonenplatz“ in Wiedenbrück noch überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser könnten auf dem sieben Hektar großen Areal entstehen. Auch Reihenhäuser wären stellenweise denkbar.

Gelände gehört zum Teil der Stadt

Ein Teil der Flächen befindet sich bereits in städtischem Besitz. Ihre eigenen Grundstücke will die Kommune nach Angaben von Sprecher Martin Pollklas selbst vermarkten. In dem künftigen Neubaugebiet gibt es aber auch zahlreiche Flächen, die Privatleuten gehören. Ob, wie und zu welchen Preisen diese ihren Boden verkaufen, liege letztlich nicht im Einflussbereich der Stadt.

Michael Brunsiek von der Stadtverwaltung gab sich in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr zuversichtlich, dass im Verlauf der zweiten Jahreshälfte Rechtssicherheit für den Bebauungsplan hergestellt werden kann. Den Optimismus von Stadtplaner Michael Brunsiek teilte SPD-Ratsherr Peter Berenbrinck nicht. „Das sind zwar tolle Worte, aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir vor sechs Jahren auch schon einmal soweit waren wie heute“, erinnerte er daran, dass das Projekt bereits lange auf der Stelle tritt.

Warnung vor riesiger Kreuzung

Kritik übte Berenbrinck am Landesbetrieb Straßen NRW. Die Forderungen des Baulastträgers für die Varenseller Straße nannte er „völlig überzogen“. Der Ausbau, den sich der Landesbetrieb für den Knotenpunkt Varenseller Straße und „Am Nonenplatz“ wünsche, schieße übers Ziel hinaus. Im Ergebnis werde eine „riesige, unverhältnismäßig teure Kreuzung“ herauskommen.

Der Ausbau der Kreuzung und damit die Anbindung des Neubaugebiets an das vorhandene Straßennetz hatte sich in der Vergangenheit in der Tat als Knackpunkt herausgestellt. Daraus machte in der Ausschusssitzung auch die Verwaltung keinen Hehl. „Nach zeitaufwendigen Gesprächen ist der Kreuzungsbereich umzugestalten“, informierte der Technische Beigeordnete Stephan Pfeffer. „Wir gehen davon aus, dass der Landesbetrieb sich in Kürze endgültig zur Form und Ausgestaltung äußert. Dies wurde uns im Dezember zugesagt.“

Grünen fehlt eine Bushaltestelle

Peter Rentrup (Grüne) bemängelte, dass die nächste Bushaltestelle mehrere hundert Meter von der neuen Siedlung entfernt liege. „Das muss sich dringend ändern.“ Zudem sei die Lärmbelastung in dem Bereich problematisch. Das sah Peter Heinz Woste (CDU) gänzlich anders. Er wies darauf hin, dass keine größeren Verkehrsachsen in direkter Nachbarschaft vorhanden seien. „Wir brauchen dringend neue Wohnflächen“, unterstrich er. Vor dem Hintergrund sei die geplante Ausweisung des Neubaugebiets an der Kernekampstraße ein Schritt in die richtige Richtung und ein Gewinn für Wiedenbrück.

In dem Neubaugebiet sollen auch Flächen für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen werden, teilte die Stadtverwaltung im Nachgang zur Bauausschusssitzung mit. Wie hoch der Anteil letztlich sein wird, müsse indes noch entschieden werden. Bei ähnlichen Projekten in der Vergangenheit lag der Satz der öffentlich geförderten Wohneinheiten in der Regel bei 20 Prozent.

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